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wiki:waldlaeufer

Waldläufer

Waldläufer sind aus heutiger Sicht eigensinnige Menschen, die das Leben in der Wildnis dem in der Gemeinschaft vorziehen, also mindestens Außenseiter wenn nicht gar Outlaws. Es scheint jedoch, als sei dies ein Phänomen der Neuzeit, denn »Außerhalb der Stadt gibt es nur Helden und Ungeheuer«, sagte Aristoteles vor rund 2500 Jahren, mythisch verorten dort viele Kulturen den Wilden Mann oder man of the bush.

Dort herrschten der Graue und der Braune, denn Wolf oder Bär beim Namen zu nennen, hieße sie zu rufen. Stattdessen verbannte man soziale Outlaws 1) als Waldgangsmenschen (skóggangsmenn) 2) beispielsweise »in den Wald von Arden« (Shakespeare) und nannte sie Vargr `Würger´, Werwolf. Die nordischen Sagas kennen allerdings auch eine Art Quest, ein zielloses Streifen durch die Wildnis 3) als Initiationsritual.

Im Russischen bedeutete im 16. Jahrhundert »frei zu leben« (вёл вольную жизнь) dasselbe wie »geflohen sein« (полевал), also auf dem freien Feld zu leben 4). Die Kosaken wurden vom Volk »freie Leute« genannt, in den Dokumenten der Regierung sind sie »Landstreicher, Diebe, Räuber, entlaufene Bauern« 5).

Der neuzeitliche Aufbruch ab etwa 1500 brauchte Menschen mit solchen Eigenschaften und verschob die frontier hier durch den Wilden Westen, dort durch den Wilden Osten, bis sie einander an der Beringstraße begegneten: hier der Trapper, dort der Promyšlenniki, beide das Abenteuer suchend, die Freiheit von Weitem Land und Wildem Feld, die Grenzenlosigkeit, deren Abschaffung sie selbst vorbereiteten, den merchant adventurer im Gepäck.

Die Pelzjäger lebten in erster Linie vom Fallenstellen (engl. trap) und jagten Bären, Biber, Zobel. Pelztiere leben dort, wo es kalt ist, also wurden Pelze (engl. fur, franz. fourrures) zum »weichen Gold« der borealen Gebiete Amerikas (Alaska, Kanada) 6), Europas (Fenno-Skandinavien) und Asiens (Sibirien). Im australischen Outback entsprachen ihnen die Bushranger und Overlander; im südlichen Afrika gab es keine Waldläufer.
Allerdings ist die ältere Geschichte der europäischen Waldläufer und Pelzjäger kaum bekannt und wenig erforscht 7). Der älteste konkrete Hinweis auf auf eine Pelzhandelsroute findet sich für das frühe 6. Jahrhundert mit der Insel Vargeyjar, heute Vardøya nördlich von Kirkenes in der Barentssee 8). Die Überlieferung und der Name des Handelsortes deuten darauf hin, dass die nordischen Outlaws `vargr´ als zobeljagende Waldläufer tätig waren.

Noch im Mittelalter hatte jeder das Recht zu jagen, denn auf wilden Tieren kann kein Eigentumsrecht liegen 9). In den herrschaftlichen Forsten Europas seit dem Mittelalter wäre ein Pelzjäger auf eigene Rechnung jedoch als Wilderer eingestuft worden, daher bezeichnet der Waldläufer im deutschen Raum (westfälisch `Waldlöper´) das genaue Gegenteil, nämlich den Waldhüter, der polizeiliche Aufgaben im Namen seines Herrn versieht 10). Der Lebensstil des amerikanischen Waldläufers entsprach wohl eher dem mittelalterlichen Einsiedler in seiner Waldeinsamkeit 11), der sich als Selbstversorger mühsam nährte und auf sich allein gestellt war.

Coureurs des bois und voyageurs

Die Besiedlung Amerikas durch Europäer führte unter anderem zu neuen Formen des individuellen Reisens in der Wildnis. Der Waldläufer (franz. coureur de bois) 12) entstand im 17. Jahrhundert während der französischen Kolonisation des nördlichen Amerika 13); als ältester namentlich bekannter Waldläufer gilt Étienne Brûlé (1592 bis 1633) 14). Viele dieser Waldläufer sollen aus der Normandie und der Bretagne gekommen sein 15).

Erst später werden Trapper weiter südlich im Raum der englischen Kolonisation Nordamerikas erwähnt, während ein vergleichbarer Phänotyp in der spanischen Kolonisation Mittel- und Südamerikas nicht zu finden ist und auch in den conquistadores keine Entsprechung findet. Die coureurs des bois werden meist als unzivilisierte Waldgangsmenschen beschrieben. Sie schufen jedoch die Voraussetzungen für den institutionalisierten Pelzhandel durch die voyageurs. Die Trapper lebten zwar auch von der Pelzjagd, jedoch schufen sie die Voraussetzungen für die Landnahme. Vereinfacht ausgedrückt: Die coureurs des bois lebten in der Wildnis und mit den Einheimischen; die Trapper lebten vor der frontier im Konflikt mit den Einheimischen. Die coureurs des bois lernten von den Einheimischen den Bau des Birkenrindenkanus und das Herstellen von Pemmikan als Grundnahrungsmittel 16).

Promyšlenniki

Wörtlich `Kundige, Ausdenker, Ausfindigmacher´ 17). »Promueschleni sind Herumtreiber, die des Tierfangs wegen in eine Gesellschaft zusammen treten. Man könnte sie Zobeljäger oder Wildschützen nennen.« 18) Ähnlich wie coureur de bois und voyageurs Kanada jagend und handelnd erschlossen, stießen Zobeljäger - Kosaken und Promyšlenniki (auf eigene Rechnung arbeitende Abenteurer, Jäger, Pelzhändler) 19) - durch Sibirien 1741 bis nach Alaska vor 20) und bedienten sich einheimischer Führer (peredovščiki oder vataščiki) 21). Knapp 75% der russischen Bevölkerung in Sibirien waren im 17. Jahrhundert promyšlenniki, die meisten Einzelgänger ohne Familie. Ebenso wie bei den coureur de bois gab es zahlreiche »illegitime Verbindungen« zwischen den Promyšlenniki und den einheimischen Frauen vom Volk der Unangan auf den Aleuten 22).

Trapper

»Es ist hier der Ort, ein Bild der beiden Jäger zu entwerfen, dessen Zeichnung 
wir bisher haben aufschieben müssen. Der Erste von Beiden trug einen Anzug, 
der zugleich an den Indianer und an den Weißen erinnerte. Sein Kopf war mit einer 
Mütze aus Fuchspelz in Form eines abgestumpften Kegels bedeckt.
Ein baumwollenes, blau gestreiftes Hemde bedeckte seine Schultern; 
neben ihm auf der Erde lag eine Art Ueberrock aus einer wollenen Decke verfertigt. 
Seine Beine waren nach Indianer-Weise durch lederne Gamaschen geschützt. 
Statt der Mocassins jedoch trug er eisenbeschlagene Schuhe von einer Stärke, 
daß sie zwei Jahre hindurch aushalten konnten.
Ein sorgfältig glattgeschabtes Büffelhorn hing quer über seinen Schultern und 
enthielt sein Pulver, während in einem ledernen Beutel, der an der andern Seite hing, 
ein reichlicher Vorrat bleierner Kugeln war. Endlich wurde sein Jagdgerät noch 
durch eine neben ihm liegende Büchse mit langem Lauf und durch ein Jagdmesser, 
das in einem Wehrgehänge oder vielmehr in einem wollenen, vielfarbigen Gürtel stak, 
vervollständigt. An dem sonderbaren Anzug wie auch an den gigantischen Wuchse 
konnte man in ihm Einen von den kühnen Jägern,
den Abkömmlingen der ersten Normannen in Canada, erkennen...«

Gabriel Ferry [= Eugène Louis Gabriel Ferry de Bellemare]
Der Waldläufer: Scenen aus dem mexicanischen Waldleben.
Aus dem Französischen von Georg Füllner. Halle 1851: Knapp, S. 84-85

Als literarischer Urtyp des Waldläufers gilt die Figur des Nathaniel »Natty« Bumpoo von James Fenimore Cooper (1789 bis 1851), die dieser in fünf Romanen (»Leatherstocking Tales«) ausmalte: The Pioneers 1823, The Last of the Mohicans 1826, The Prairie 1827, The Pathfinder 1840, The Deerslayer 1841. Natty führte darin die Beinamen Lederstrumpf, Falkenauge, Lange Büchse (La Longue Carabine), Pfadfinder, Wildtöter. Dieser Typus wird im Deutschen als Trapper bezeichnet, während das Englische unter trapper den Fallensteller im engsten Sinne verwendet. Auch Cooper selbst verwendet trapper nur in The Prairie.

Die literarische Figur trägt Züge verschiedener historisch bezeugter Waldläufer, so etwa von Johann Adam Hartmann (1748 bis 1836) aus Edenkoben in der Pfalz 23), Robert Rogers (1731 bis 1795), Daniel Boone (1734 bis 1820) 24), David Shipman (1730 – 1813) 25), Thomas Leffingwell (1624 - 1714) 26). Ferrys und Coopers Beschreibungen zeichnen den Waldläufer als jemanden, der die Kulturen zwar verbindet, jedoch nirgends richtig dazugehört. Im deutschen Sprachraum verbreitet Karl May das Bild des Waldläufers und bezieht sich weniger auf Augenschein als auf das Genre der Kolportageromane 27) und Landschaftsschilderungen aus Petermanns Mitteilungen 28).

Bushranger, Overlander und Drover

Australien und Sibirien sind verbunden durch die Funktion des Straflagers; entflohene Sträflinge, die bushranger, wurden daher zu den ersten »Waldläufern« außerhalb der Siedlungen.
Australien und nordamerikanischen Prärien sind verbunden durch die Nutzung als Weideflächen für großem Viehherden; der australische Drover entspricht dem amerikanischen Cowboy; typisch australisch ist allerdings der Overlander, der sich zwar als Drover betätigte, jedoch unternehmerisch im Outback tätig war.

Merkmale der Waldläufer

  • Der Waldläufer war ein Outlaw und frontiersman, weil er sich im rechtsfreien Raum vor der frontier bewegte, also außerhalb kultureller Grenzen: »halbcivilisirte Vagabunden … Viele von ihnen vergaßen jedes Bluts- und Verwandtschaftsbandes, fühlten sich Eins mit den Indianern und versanken in die äußerste Barbarei. In manchem schmutzigen Lager auf den Steppen und in den Wäldern des Westens traf man auf Menschen, welche die Sprache Frankreichs redeten, in Tracht und Sitte jedoch ganz den Rothhäuten glichen. Diese Renegaten der Civilisation eigneten sich die Gewohnheiten und Vorurtheile ihrer wilden Freunde gänzlich an. … Die Grenzen der englischen Colonien wiesen keine derartigen Racenmischungen auf; denn hier schied eine starre Schranke den weißen Mann von dem rothen.« 29).
  • Der Waldläufer war Bote und Botschafter, denn er vermittelte und dolmetschte zwischen den Kulturen.
  • Der Waldläufer war Forscher, weil er das Vertrauen der Native Americans gewinnen musste: er lernte deren Sprache und Gebräuche und viele Waldläufer gründeten mit indianischen Frauen Familien, deren Nachkommen als Métis (Mischlinge, Mestizen; engl. half breeds, franz. bois-brûlés) eigene Ethnien bildeten 30). »Diese abgehärteten mit der Natur des Landes und der Sitte des Indianers am meisten vertrauten Waldläufer haben im Kleinen die Werke der genannten Entdecker und Missionare fast biß zur Vollendung ausgeführt« 31)
  • Der Waldläufer war ein Kaufmann, denn er verkaufte seine Pelze und brachte begehrte Waren in die Wildnis 32). Im 17. Jahrhundert wurden diese merchant adventurers durch staatlich lizensierte »voyageurs« verdrängt 33) - nur diese durften ihre Pelze an die Handelsgesellschaften verkaufen.
  • Die Waldläufer wurden im 19. Jahrhundert zum Auftragsjäger degradiert und als solche Trapper bzw. Trappeur genannt; berühmt wurden etwa Christopher Houston »Kit« Carson (1809–1868), David Stern »Davy« Crockett (1786–1836), Grey Owl (1888-1938).
  • Der Waldläufer war Spurenleser und Pfadfinder; er kannte die Wege durch die Wälder, über die Flüsse und durchs Gebirge und diente daher den Pionieren und der Armee als Scout und Guide.
  • Ihm folgten die Pioniere, Landbesetzer (squatterer) und Landeigentümer. War das Land erst kolonisiert, war die Pelzjagd auf eigene Rechnung nicht mehr möglich und aus dem Waldläufer wurde ein Hinterwäldler, bestenfalls ein bush ranger. Aus ihren Wegen entstanden die Trails der späteren Siedler: Bozeman Trail um 1865, California Trail ab etwa 1840, Oregon Trail ab etwa 1840.
  • Die Trapper der Rocky Mountains bezeichnete man als Mountain Men.

Fast überall, wo Europäer in die Wildnis vordrangen, sind drei Stufen erkennbar:

  1. Eine assimilative Phase: Der halbwilde Waldläufertypus, dem das Leben in der Wildnis zur zweiten Natur wird und der mit den Einheimischen lebt, also Werte seiner Herkunftsgesellschaft aufgibt.
  2. Eine konnektive Phase mit einem Waldläufertypus als merchant adventurer, der in seiner Herkunftsgesellschaft verankert bleibt, aber den maximalen wirtschaftlichen Nutzen anstrebt, indem er beide Welten verbindet.
  3. Eine akkomodative Phase, in der Viehtrecks die erste Infrastruktur anlegten und nachfolgend Siedler die Wildnis kolonisieren.
Typus Abenteurer merchant adventurer Siedler
Kanada Coureur de bois Voyageurs Acadiens & Canadiens
»Wilder Westen« Trapper Fur trader Cowboy
»Wilder Osten« Kosaken Promyšlenniki
Australien Bushranger Overlander Drover & Squatter
»Wilder Norden« Vargr Drengir
Europa Wilderer, Wildschütz Förster, Jäger

Road Movie

Titel Deutsch Regie Jahr Darsteller
The Big Trail Der große Treck Raoul Walsh USA 1930 John Wayne
Across the Wide Missouri Colorado William A. Wellman USA 1951 Clark Gable
The Big Sky Der weite Himmel Howard Hawks USA 1952 Kirk Douglas
Davy Crockett
King of the Wild Frontier
Norman Foster USA 1955 Fess Parker
The Trap Wie ein Schrei im Wind Sidney Hayers CA 1966 Rita Tushingham
Oliver Reed
Man in the wilderness Ein Mann in der Wildnis Richard C. Sarafian GB 1971 Richard Harris
John Huston
Jeremiah Johnson Sydney Pollack USA 1972 Robert Redford
The White Buffalo Der weiße Büffel Jack Lee Thompson USA 1977Charles Bronson
The Mountain Men Duell am Wind River Richard Lang USA 1980 Charlton Heston
Death Hunt Ein Mann wird zur Bestie Peter Hunt USA 1981 Charles Bronson
Lee Marvin
Arctic Blue Peter Masterson USA 1993 Rutger Hauer
The Edge Auf Messers Schneide
Rivalen am Abgrund
Lee Tamahori USA 1997 Anthony Hopkins
Alec Baldwin
Le Dernier Trappeur Der letzte Trapper Nicolas Vanier F 2004 Norman Winther
The Revenant Der Rückkehrer Alejandro G. Iñárritu USA 2015 Leonardo DiCaprio

Couzens, Andrew James
A Cultural History of the Bushranger Legend in Theatres and Cinemas 1828–2017
Anthem Press 2019
Couzens spricht von einer `Globalisierung der Bushranger-Legende´ und verbindet diese mit der Figur des Outlaw und dem Road Movie.

Literatur zu Trappern und Mountain Men

  • Alter, J. C., & Dodge, G. M. (ill.)
    James Bridger, trapper, frontiersman, scout, and guide
    A historical narrative. With which is incorporated a verbatim copy, annotated of James Bridger.
    Columbus, Ohio: Long's College Book Co. 1925/1951; a biographical sketch
  • Berry, Don
    Mountain Men
    New York: Macmillan 1966
  • Burger, Carl
    Beaver Skins and Mountain Men
    New York: E. P. Dutton & Company Inc., 1968
  • DeVoto, Bernard
    Across the Wide Missouri
    Boston: Houghton Mifflin 1947
  • Fetter, Richard
    Mountain Men of Wyoming
    Boulder: Johnson Books 1982
  • Gowans, Fred
    Rocky Mountain Rendezvous
    Brigham Young University Publishers 1976
  • Hafen, Lefoy R.
    Trapper of the Far West
    Lincoln: University of Nebraska Press 1965
  • Hanson, James Austin ; Kathryn J. Wilson
    The Mountain Man’s Sketchbook
    Nebraska: The Fur Press 1976
  • Hetmann, F.
    Von Trappern und Scouts: Die abenteuerliche Geschichte der Fallensteller und Biberjäger Nordamerikas.
    Würzburg 1975: Arena
  • Irving, Washington
    Astoria
    Lincoln: University of Nebraska Press 1976
  • Dietmar Kuegler
    In der Wildnis die Freiheit – Trapper, Mountain Men, Pelzhändler. Der amerikanische Pelzhandel.
    Verlag für Amerikanistik, Wyk 1989
  • Laycock, George
    The Mountain Men
    Danbury: Grollier Book Clubs 1988
  • Robinson, Sandra Chisholm
    Expedition Yellowstone
    Colorado: Roberts Rhinehart 1986
  • Russel, Carl P.
    Firearms, Traps and Tools of the Mountain Men
    Albuquerque: University of New Mexico Press 1967 (Bibliographie)
  • Sandoz, Mari
    The Beaver Men: Spearheads of Empire
    New York: Hastings House 1964
  • Sayre, Robert Woods
    ENCOUNTERS WITH THE “OTHER”: THREE EIGHTEENTH-CENTURY, ANGLO-AMERICAN TRAVELLERS IN INDIAN TERRITORY
    Studies in Travel Writing 2000. 4 (1): 29-53.
  • Schülting, Sabine
    Wilde Frauen, Fremde Welten
    Kolonisierungsgeschichten aus Amerika
    Hamburg 1997
  • Stone, Irving
    Men to match my mountains: The opening of the Far West 1840-1900.
    Garden City, New York 1956: Doubleday & Company, Inc.
  • Utley, Robert
    A Life Wild and Perilous: Mountain Men and the Paths to the Pacific
    New York: Henry Holt 1997
  • Victor, Frances Fuller
    The River of the West: The Adventures of Joe Meek 2 Bde.
    362 S. 2015 Wordworx
  • Walters, Keith
    The Book of the Free Trapper
    Tennessee: Pioneer 1981

Literatur zum Pelzhandel

  • Chittenden, Hiram Martin
    The American Fur Trade of the Far West
    Lincoln: University of Nebraska Press, 1976/1986.
  • Cobbleston Magazine
    The North American Beaver Trade
    New Hampshire: Cobbleston 198
  • Fridley, Russell W.
    Aspects of the Fur Trade.
    Selected Papers of the North American Fur Trade Conference.
    St. Paul: Minnesota Historical Society, 1967
  • Phillips, Paul Chrisler
    The Fur Trade
    Norman: University of Oklahoma Press 1961
  • Saum, Lewis O.
    The fur trader and the Indian
    Seattle 1965/1982: University of Washington Press.
  • Wishart, David J.
    The Fur Trade of the American West
    Lincoln: University of Nebraska 1979
  • Podruchny, Carolyn
    Making the Voyageur World.
    Travelers and Traders in the North American Fur Trade.
    Toronto: University of Toronto Press 2006. ISBN 978-0-8020-9428-5
1)
norwegisch/isländisch útlegð, útlægr, ags. útlega, útlah
2)
Marianne Stauffer
Der Wald: zur Darstellung und Bedeutung der Natur im Mittelalter
Diss. Zürich, Bern 1959: Francke
3)
John McKinnell The context of Volundarkvita in: Saga Book XXIII, Viking Society London, S. 17
4)
Skrynnikov, R. G. 1992. Ermak: kniga dli︠a︡ uchashchikhsi︠a︡ starshikh klassov. Moskva: Prosveshchenie
5)
Semjonow, Jurij N.
Sibirien Eroberung und Erschliessung der wirtschaftlichen Schatzkammer des Ostens
Berlin Ullstein 1954, S. 59
6)
C. 0. Molbech
Pelsværkshandelen i Nordamerika
Geografisk Tidsskrift, Bind 23 (1915 - 1916) The Royal Danish Geographical Society.
7)
Richard Hennig
Der Nordeuropäische Pelzhandel in den älteren Perioden der Geschichte
Vierteljahrschrift Für Sozial- Und Wirtschaftsgeschichte, 23 (1930) 1, 1–25
8)
Norbert Wagner
Die Wolfsinseln bei Jordanes: Eine Station auf einer Pelzhandelsroute des frühen 6. Jahrhunderts?
Zeitschrift Für Deutsches Altertum Und Deutsche Literatur 103, 2 (1974) 73-80
Wagner nimmt die einheimischen Samojeden als Lieferanten der Zobelfelle an.
9)
Wilderei ist laut StGB § 292 kein Diebstahl, sondern eine »Straftat gegen das Vermögen und gegen Gemeinschaftswerte«
10)
„waldläufer, m.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/21, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=W04041>, abgerufen am 19.04.2021
11)
„trapper“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/21, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=T08069>, abgerufen am 19.04.2021
12)
Serge Fournier
Le Coureur de bois au Pays du Québec
une Figure, une Parole - son Univers et son Évolution
Thèse de Doctorat, Mars 2012, Université du Québec à Trois-Rivières, 263 S.
Gilles Havard
Histoire des coureurs de bois Amérique du Nord 1600-1840
ed. Les Indes savantes, 2016 ISBN 978-2-84654-424-5
13)
Jablonski, J. T. (1739)
Nouveau dictionnaire françois-allemand, contenant tous les mots les plus connus et usités de la langue françoise, ses expressions propres, figurées, proverbiales et burlesques, avec les termes du commerce, des arts et des sciences: Le tout tiré des áuteurs les plus aprouvés et ci-devant composé sur le modole des dictionnaires les plus nouveaux, par Pierre Rondeau. Bale: Veuve de J.C. de Mechel
Gilles Havard
L'Amérique fantôme : les aventuriers francophones du Nouveau Monde
Flammarion, 2019, 649 S. ISBN 978-2-89077-881-8
14)
Gail Douglas
Étienne Brûlé: The Mysterious Life and Times of An Early Canadian Legend
2003 Canmore, Alberta: Altitude Publishing Canada, 141 p. ISBN 1-55153-961-6
15)
Geographisches Handbuch zu Andree's Handatlas: mit besonderer Berücksichtigung der kommerziellen, statistischen und politischen Verhältnisse. 1882 Velhagen & Klasing. S. 452
16)
Georg Hartwig
Der hohe Norden im Natur- und Menschenleben: Mit 8 Bildern. Wiesbaden 1871: Bischkopff, mit ausführlicher Beschreibung der Lebensweise von Waldläufern, Birkenrindenkanoes, Pelztierhandel, Voyageurs in Kapitel 24
17)
Scurla, Herbert
Jenseits des Steinernen Tores
Berlin Verlag der Nation 1973, S. 613, zitiert Erman.
18)
Fischer, Johann Eberhard. Sibirische Geschichte von der Entdekkung Sibiriens bis auf die Eroberung dieses Lands durch die russische Waffen, in den Versamlungen der Akademie der Wissenschaften vorgelesen. St. Petersburg, 1768. Fußnote mit Verweis auf V. I.2 Cap. 1 §1
19)
промыслы, Promuischl, Promuischlenniks
20)
Kohl, J. G.
Die natürlichen Lockmittel des Völker-Verkehrs:
Bemerkungen über die wichtigsten rohen Naturprodukte, welche die Ausbreitung des Menschengeschlechts über den Erdboden gefördert … und in der Geschichte der Geographie eine hervorragende Rolle gespielt haben. Bremen 1878: Müller, S. 316
Hannes Theinhardt
Vielfalt in der Autokratie: Die Jagd in Russland
In Hofjagd, Weidwerk, Wilderei. 2015 Leiden, Niederlande: Ferdinand Schöningh. doi: https://doi.org/10.30965/9783657782581_005
21)
Fedot Grigorʹevič Safronov
Russkie promysly i torgi na severo-vostoke Azii v XVII-seredine XIX
v. Moskva 1980: Izd-vo „Nauka“
22)
Kenneth N. Owens
Empire Maker
: Aleksandr Baranov and Russian colonial expansion into Alaska and Northern California
University of Washington Press 2017
T. Black
Promyshlenniki… Who were they?
in: Frost, O. W. Bering and Chirikov: The American voyages and their impact. Anchorage 1992 Alaska Historical Society, 279-290
Alfred J. Rieber
Merchants and entrepreneurs in Imperial Russia
Chapel Hill: University of North Carolina Press 2010
Mary E. Wheeler
The Origins of the Russian-American Company Jahrbücher Für Geschichte Osteuropas, Neue Folge 14 (1966) 4, 485-94
beschreibt ausführlich die Aufgaben der Promyshlenniki.
Basil Dmytryshyn
Russian Expansion to the Pacific, 1580-1700
A Historiographical Review, in: Surabu kenkyû (Slavic Studies), Sapporo, vol. 25, 1980
setzt Promyshlenniki mit Trappern gleich und betrachtet die Kolonisierung des Wilden Ostens als analog zu der des Wilden Westens, beiden zunächst Individualisten voran, beide wurden vom Versprechen der Freiheit gelockt.
»Ähnlich wie die Juden, die Zigeuner oder der tungusische Nomade war auch der bäuerliche Vagant im Russischen Reich sozial ausgrenzt, lebte er in Sibirien - weitgehend der staatlichen Ordnung entzogen - im Niemandsland. … Sibirien war der Inbegriff sozialer Mobilität…«, S. 85 in:
Eva-Maria Stolberg
Sibirien – Russlands “Wilder Osten”
Mythos und soziale Realität im 19. und 20. Jahrhundert.
PD Dr. Habilitationsschrift Bonn 2006, Bibliographie 873 - 929, hier: Grenzbetrachtungen über Wildnis und Zivilisation 69-98
László Vajda
Untersuchungen zur Geschichte der Hirtenkulturen
Bd. 1 Harrassowitz Wiesbaden 1968
Zur Rolle der P. bei Jagd, Pelzhandel und Kolonisation in Sibirien
Egon Georg Freiherr von Kapherr
Die Ansiedler in Sibirien; eine Hinterwäldlergeschichte von Menschen, Bären und anderem Getier
E. Haberland Leipzig 1923
23)
Carl Suesser
War Lederstrumpf ein Deutscher?
In: Westermanns Monatshefte. Illustrierte Deutsche Zeitschrift. Braunschweig: G. Westermann, Mai 1934, S. 245–249
Alfred H. Kuby
Johann Adam Hartmann - Der Lederstrumpf vom Mohawktal
In: Roland Paul (Hrsg.): 300 Jahre Pfälzer in Amerika. Pfälzische Verlagsanstalt, 1983, S. 155–157
24)
Meredith Mason Brown
Frontiersman: Daniel Boone and the Making of America.
Louisiana State University, Baton Rouge 2013, ISBN 978-0-8071-5445-8.
25)
A. Taylor
William Cooper's town:
Power and persuasion on the frontier of the early American republic. New York 1997: Random House
26)
Russell L. Mahan
Thomas Leffingwell: The Connecticut Pioneer Who Rescued Chief Uncas and the Mohegans.
Santa Clara, Utah 2018: Historical Enterprises
27)
Koch, E.
Karl Mays Väter
Die Deutschen im Wilden Westen.
Husum Hansa-Verlag 1982. Literaturverz. S. 245 - 251
28)
Sebastian Lentz, Ferjan Ormeling (Hrsg.)
Die Verräumlichung des Welt-Bildes
Petermanns Geographische Mitteilungen zwischen „explorativer Geographie“ und der „Vermessenheit“ europäischer Raumphantasien
(= Friedenstein-Forschungen. Bd. 2). Steiner, Stuttgart 2008
29)
Ernst Otto Hopp
Bundesstaat und Bundeskrieg in Nordamerika: Mit einem Abriss der Colonialgeschichte als Einleitung
Bd. 4 Teil 4, Berlin 1886: G. Grote, S. 131: Die Waldläufer
30)
Valery Havard, Norris, P. W., Brackett, A. G., & Burr, R. T.
The French half-breeds of the Northwest
Washington: Smithsonian, Annual report, 1879, S. 309-334
31)
Julius Loewenberg
Geschichte der Geographie von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Berlin 1866: Haude- und Spener'sche Buchhandlung, S. 201
32)
Francis Parkman
Das ancien régime in Canada
Stuttgart Auerbach 1876. »Die Waldläufer« im Kapitel 17 Handel und Industrie
33)
Claude Dupont
Les Forgerons voyageurs (XVIIe et XVIIIe siècles)
in: René Bouchard: La vie quotidienne au Québec : histoire, métiers, techniques et traditions. Sillery, Presses de l’université Laval 1983
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