Cocooning

Anglizismus für ein mobiles Daheimbleiben, es kann Urlaub auf Balkonien bedeuten, ist aber eine Form von balconing als Weniger-Reisen-Reisestil.

  1. Anglizismus für den Zustand von Stubenhockern. Laut Merriam-Webster: »the practice of spending leisure time at home in preference to going out« bezeichnet so ziemlich das Gegenteil von »Unterwegs-Sein«. Der Begriff in diesem Sinne wurde 1981 geprägt vom US-amerikanischen Trendforscher Faith Popcorn, der damit das Bedürfnis nach Schutz und Rückzug so beschrieb, wie heute die Internet-Filterblasen (»Ego-Net«) beschrieben werden »we want to walk around in a little bubble«.
  2. Das »cocooning of 18-wheeler trucks« beschreibt eine Software, die es erlaubt Lkw so zu synchronisieren, dass sie als Kolonne in völlig gleichbleibendem Abstand fahren können.
  3. Eine Art Synthese aus Cocooning und Reisen bildet das Reisemobil: Immer unterwegs und schnell abtauchen im Schneckenhaus, das »wheel Cocooning«, also beispielsweise Länderhopping im Aldi-Lidl-Imperium.