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Travel
„travaillen to make a journey, from Old French travaillier to travail … [1325–75; ME (north and Scots), orig. the same word as travail (by shift 'to toil, labor' ˃ 'to make a laborious journey')“ Collins Dictionary
Das französische travail ist entweder aus dem lateinischen trabiculare abgeleitet oder überzeugender aus tripalium. Im Französischen bezeichnet es bis heute Mühe, Arbeit, Anstrengung, als travel ist es ins Englische eingegangen.
Eskénazi
findet in den französischen Belegen um trabs balken, tripalium marterwerkzeug und *tripaliare foltern die gemeinsame Idee des Bruchs („l'idée de rupture“) und darüber die Gemeinsamkeit mit dem Aufbruch: Sich aus der Gemeinschaft zu entfernen und auf sich allein gestellt unterwegs zu sein ist ein Ausbruch aus einem geschlossenen Raum und erzeugt Mühe: „désigne non pas une souffrance mais un déplacement, une simple rupture de la sédentarité, se retrouve dans l'anglais actuel travel“.
Literatur → Reisende und Reisestile
Bragantini-Maillard, Nathalie
Du français médiéval travail (lier) à l’anglais travel: parcours d’un régionalisme sémantique.
Zeitschrift für romanische Philologie 138.3 (2022) 649-708. DOI
Die Autoren zeigen, dass das im mittelalterlichen Lexem travail(lier) erstmals in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts im Anglonormannischen auf dem Festland erscheint und von dort Ende des 13. Jahrhundert ins Mittelenglische übernommen wird.Dekeyser, Xavier
Travel, journey and voyage. An exploration into the realm of Middle English lexico-semantics.
North-Western European Language Evolution 25 (1995) 127–136. DOIHuber, Judith
Of travels and travails: The role of semantic typology, argument structure constructions, and language contact in semantic change.
Yearbook of the German Cognitive Linguistics Association, 9.1 (2021) 71–94. DOIWu, Yu-Ching
The Travail of Travel: Compassion as Emotional Labor in Ancrene Wisse.
Concentric: Literary and Cultural Studies 48.2 (2022) 5-20. Online