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wiki:korrosionsschutz

Korrrosionsschutz

Sichtbar wird Korrosion an Krusten und farblichen Veränderungen der metallischen Werkstoffe: rostrot (Eisen), grünlich (Kupfer), weiß (Aluminium, Blei), schwarz (Silber), etwa bei der Korrosion elektrischer Kontakte, an (unbenutzten) Werkzeugen usw. Korrosion wird gefördert durch Luftsauerstoff, Feuchtigkeit, gelöste Salze, Temperatur und tritt verstärkt an mechanisch beanspruchten Teilen und Stellen auf.

Korrosionsfördernde Einflüsse mindern

  • Salze sind Stoffe, die mit Feuchtigkeit Ionen bilden und Reaktionen fördern. Dies verstärkt die Korrosion.
    Maßnahme: Werkstoffe sauber und trocken halten.
  • Werden unterschiedliche Metalle in einem Bauteil verwendet, tritt oft »Kontaktkorrosion« auf, etwa zwischen Eisen und Aluminium.
    Maßnahmen: Messing oder Edelstahl statt Eisen, verschiedene Metalle galvanisch trennen, also Isolatoren verwenden.
  • Kupferpaste soll Korrosion insbesondere thermisch belasteter Bauteile (etwa am Auspuff) verhindern (Schraubverbindungen bleiben besser lösbar).

Reinigen

  • Kontaktspray verdrängt in erster Linie Wasser und stellt damit wieder metallischen Kontakt her.
  • Kriechöl entfernt lose Partikel, indem es »kriecht«. Es bietet keinen dauerhaften Korrosionsschutz.
  • Rostlöser lösen Oxide mittels agressiver Chemikalien (Säuren). Diese müssen wieder entfernt werden, sonst tragen sie zur Korrosion bei, sofern sie keine Schutzschicht hinterlassen (Phosphatierung).
  • Zum Abtragen von Oxidschichten eignen sich je nach Ausmaß der Korrrosion und Empfindlichkeit der darunter liegenden Schicht: Radiergummi, Glasfaserstift, feines Nass-Schmirgelpapier, Feile, Drahtbürste
  • Schleifstaub entfernen (Pinsel, Lappen, Druckluft, Kriechöl)

Die Oberfläche schützen

  • Lacke schützen Oberflächen, die mechanisch nicht beansprucht werden.
  • Schraubensicherungslack füllt den Spalt im Gewinde, schützt also dort vor Korrosion.
  • Polfett (ersatzweise Vaseline) ist nicht elektrisch leitend und dient zum äußeren Schutz der Kontaktbereiche gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung. Es kann auch Hohlräume in Kontakten sinnvoll füllen. Wird es jedoch heiß, fließt es fort oder tropft ab.
  • Silikonfett kann wie Polfett eingesetzt werden und ist hitzebeständig bis etwa 220 °C. Motorradfahrer kennen es als Moussegel oder Moussefett.
  • Ein Schmiermittel ist zum Korrosionsschutz geeignet, wenn
    es säurefrei ist;
    es thermisch stabil und chemisch resistent ist;
    seine Konsistenz und Adhäsionseigenschaften eine stabile Filmbildung ermöglichen.
  • Tropfenöler und Nadelflaschen ermöglichen das punktgenaue Auftragen besser als Sprays oder Fingerspitzen.
  • Selten benutztes Werkzeug ist korrrosionsgefährdet, weil es eben nicht benutzt wird. Luftfeuchtigkeit kondensiert aber auch in geschlossenen Kästen. Ein geeignetes Konservierungsöl sollte daher nicht verharzen, also weder pflanzliche Öle noch Wachse enthalten.

siehe auch
Korrosionsschutz
www.klueber.com, z.B. »Effiziente Kontaktpflege. Spezialschmierstoffe für elektrische Kontakte«

wiki/korrosionsschutz.txt · Zuletzt geändert: 2020/08/27 08:19 von norbert