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wiki:reisen

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wiki:reisen [2026/06/26 05:25] – [Die Suche nach dem Phänomen] Norbert Lüdtkewiki:reisen [2026/07/28 14:34] (aktuell) – ↷ Links angepasst, weil Seiten im Wiki verschoben wurden Norbert Lüdtke
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   * ''Heinrich Mann''\\ //Reisen//\\ Atlantis, 2 (1930) 257–258.   * ''Heinrich Mann''\\ //Reisen//\\ Atlantis, 2 (1930) 257–258.
   * ''Maurer, Michael''\\ //Reisen interdisziplinär – Ein Forschungsbericht in kulturgeschichtlicher Perspektive//\\ S. 287–410 in: Maurer, Michael (Hg.): Neue Impulse der Reiseforschung (=Beiträge zum 18. Jahrhundert), Berlin 1999.   * ''Maurer, Michael''\\ //Reisen interdisziplinär – Ein Forschungsbericht in kulturgeschichtlicher Perspektive//\\ S. 287–410 in: Maurer, Michael (Hg.): Neue Impulse der Reiseforschung (=Beiträge zum 18. Jahrhundert), Berlin 1999.
-  * ''Roche, Daniel''\\ //Humeurs vagabondes. De la circulation des hommes et de l’utilité des voyages//.\\ 1031 S. Paris 2003: Fayard. inhalt u.a.:\\  La production des récits de voyage; De l'utilité des voyages; Le voyageur en chambre; L'expérience et la mémoire; Contrôle et identité; L'hospitalité: du don à l'économie; Mobilité et sociabilités; Voltaire et Rousseau voyageurs; La mobilité sensible; Le théâtre et l'aventure +  * ''Roche, Daniel''\\ //Humeurs vagabondes. De la circulation des hommes et de l’utilité des voyages//.\\ 1031 S. Paris 2003: Fayard. inhalt u.a.:\\ La production des récits de voyage; De l'utilité des voyages; Le voyageur en chambre; L'expérience et la mémoire; Contrôle et identité; L'hospitalité: du don à l'économie; Mobilité et sociabilités; Voltaire et Rousseau voyageurs; La mobilité sensible; Le théâtre et l'aventure 
   * ''Aurel Schmidt''\\ //Von Raum zu Raum. Versuch über das Reisen//.\\ 156 S. Berlin 1998: Merve   * ''Aurel Schmidt''\\ //Von Raum zu Raum. Versuch über das Reisen//.\\ 156 S. Berlin 1998: Merve
   * ''Sylvain Venayre''\\ //Panorama du voyage 1780-1920, mots, figures, pratiques.//\\ (=Histoire, 115) 651 S. Paris 2012: Les Belles-Lettres.\\ Ein neuer Ansatz, die Arten von Reisen strukturiert zu erfassen und zu analysieren. Zugrunde liegt eine Analyse des Reisevokabulars in 2739 Büchern des 19. Jahrhunderts, etwa "[[Reisende|Reisender]]", "[[Pilger|Pilger]]", "[[Tourist|Tourist]]", "[[Explorer|Explorer]]",  "[[flaneur|Flâneur]]", "[[GlobeTrotter|Globe-Trotter]]", "Walker" ... → [[unterwegs-sein-konzepte|Konzepte des Unterwegs-seins]]   * ''Sylvain Venayre''\\ //Panorama du voyage 1780-1920, mots, figures, pratiques.//\\ (=Histoire, 115) 651 S. Paris 2012: Les Belles-Lettres.\\ Ein neuer Ansatz, die Arten von Reisen strukturiert zu erfassen und zu analysieren. Zugrunde liegt eine Analyse des Reisevokabulars in 2739 Büchern des 19. Jahrhunderts, etwa "[[Reisende|Reisender]]", "[[Pilger|Pilger]]", "[[Tourist|Tourist]]", "[[Explorer|Explorer]]",  "[[flaneur|Flâneur]]", "[[GlobeTrotter|Globe-Trotter]]", "Walker" ... → [[unterwegs-sein-konzepte|Konzepte des Unterwegs-seins]]
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 In der Periode vom Späthumanismus bis zur wissenschaftlichen Revolution (1570-1660) kam es zu einer bemerkenswerten Verfeinerung der drei Kulturtechniken: Reisen, Umfragen und Sammeln. Die Ratgeberliteratur zur ARS APODEMIKA, der Kunst des Reisens, nahm ihren Anfang. In der Periode vom Späthumanismus bis zur wissenschaftlichen Revolution (1570-1660) kam es zu einer bemerkenswerten Verfeinerung der drei Kulturtechniken: Reisen, Umfragen und Sammeln. Die Ratgeberliteratur zur ARS APODEMIKA, der Kunst des Reisens, nahm ihren Anfang.
   * ''Stagl, Justin''\\ //Eine Geschichte der Neugier.//\\ Reisekunst und Sozialforschung 1550-1800.\\ Böhlau Verlag Wien 1995   * ''Stagl, Justin''\\ //Eine Geschichte der Neugier.//\\ Reisekunst und Sozialforschung 1550-1800.\\ Böhlau Verlag Wien 1995
-  * ''Tobias Gohlis'', ''Christoph Hennig'', ''Jürgen Kagelmann'', ''Dieter Kramer'', ''Hasso Spode''\\ //Voyage//.\\ Jahrbuch für Reise- & Tourismusforschung. \\ Band 1 (1997): Warum reisen?\\ Köln: Dumont. 200 S.\\ Hier ist es endlich, das Forum für alle, die sich ernsthaft (?) mit den Aufbrechenden und Zurückkehrenden beschäftigen. Im Editorial plädiert ''Hasso Spode'' für //»eine breitere und fröhliche Wissenschaft vom Reisen … niemals langweilig«.// +  * ''Tobias Gohlis'', ''Christoph Hennig'', ''Jürgen Kagelmann'', ''Dieter Kramer'', ''Hasso Spode''\\ //Voyage//.\\ Jahrbuch für Reise- & Tourismusforschung.\\ Band 1 (1997): Warum reisen?\\ Köln: Dumont. 200 S.\\ Hier ist es endlich, das Forum für alle, die sich ernsthaft (?) mit den Aufbrechenden und Zurückkehrenden beschäftigen. Im Editorial plädiert ''Hasso Spode'' für //»eine breitere und fröhliche Wissenschaft vom Reisen … niemals langweilig«.// 
  
 Reisen und [[wiki:tourist|Tourismus]] werden unterschieden, denn die Reise ist //»eine Idee, eine Form eine Haltung, eine Einstellung und ein Verhaltensmodell«// (''Urbain'') das den [[wiki:homo_viator|homo viator]] kennzeichnet und tief in uns allen verwurzelt ist. In einer [[wiki:welt|Welt]], die das [[wiki:risiko|Risiko]] scheut, die Stille und das Allein-Sein erscheint dieser Trieb in seiner industrialisierten Form: //»Massentourismus ist der friedlichste Ersatz für allerhand andere tradierte Weisen, in größeren Menschenverbänden die Welt kennenzulernen«// meint ''Cora Stephan''. Interessant ist die Übersicht über das bunte Feld sprießender Tourismustheorien von ''Christoph Hennig'': Reisen als [[wiki:flucht|Flucht]], Konformität, Trieb, zur Erholung, als spannender Sinnsuche zwischen realer Erfahrung im Außen und [[wiki:imaginaere_reisen|imaginären Welten]] im Kopf… Weshalb eigentlich wird nun nicht mehr unterschieden zwischen einer Theorie des individuellen Reisens und einer des Massenphänomens Tourismus? Das Problem der authentischen Erfahrung führt ebenfalls dorthin – wollen Touristen das überhaupt? ''O. Häußler'' meint »Nein « – aber vielleicht wollen sie es doch und ihnen ist das Risiko zu hoch? Das Risiko, sich zu verändern oder andere Erfahrungen zu machen als die anderen Plattenhausbewohner. Reisen und [[wiki:tourist|Tourismus]] werden unterschieden, denn die Reise ist //»eine Idee, eine Form eine Haltung, eine Einstellung und ein Verhaltensmodell«// (''Urbain'') das den [[wiki:homo_viator|homo viator]] kennzeichnet und tief in uns allen verwurzelt ist. In einer [[wiki:welt|Welt]], die das [[wiki:risiko|Risiko]] scheut, die Stille und das Allein-Sein erscheint dieser Trieb in seiner industrialisierten Form: //»Massentourismus ist der friedlichste Ersatz für allerhand andere tradierte Weisen, in größeren Menschenverbänden die Welt kennenzulernen«// meint ''Cora Stephan''. Interessant ist die Übersicht über das bunte Feld sprießender Tourismustheorien von ''Christoph Hennig'': Reisen als [[wiki:flucht|Flucht]], Konformität, Trieb, zur Erholung, als spannender Sinnsuche zwischen realer Erfahrung im Außen und [[wiki:imaginaere_reisen|imaginären Welten]] im Kopf… Weshalb eigentlich wird nun nicht mehr unterschieden zwischen einer Theorie des individuellen Reisens und einer des Massenphänomens Tourismus? Das Problem der authentischen Erfahrung führt ebenfalls dorthin – wollen Touristen das überhaupt? ''O. Häußler'' meint »Nein « – aber vielleicht wollen sie es doch und ihnen ist das Risiko zu hoch? Das Risiko, sich zu verändern oder andere Erfahrungen zu machen als die anderen Plattenhausbewohner.
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 ===== Was ist »Reisen«? Theorie, Technik oder Kunst? ===== ===== Was ist »Reisen«? Theorie, Technik oder Kunst? =====
 ==== Reisen als Wissenschaft ==== ==== Reisen als Wissenschaft ====
-Die »Theorie des Tourismus« von Enzensberger wird viel zitiert und gilt als wesentlicher Ausgangspunkt für das wissenschaftlich basierte Nachdenken über das Reisen nach dem zweiten Weltkrieg. Enzensberger bezeichnet seine Ausführungen als »Theorie« - doch sind sie mehr Essay als systematisch strukturierter Theorieentwurf. Sie verengen die Sicht auf den Tourismus, also ein Phänomen der Massenebene und auf das [[wiki:motive_des_reisens|Motiv]] der [[wiki:flucht|Flucht]]. [[http://www.cord-pagenstecher.de/|Cord Pagenstecher]] hat das messerscharf analysiert. ((''Cord Pagenstecher'': //Enzensbergers Tourismusessay von 1958 – ein Forschungsprogramm für 1998?// in: Tourismus Journal, 2. 1998, S. 533 – 552))+Die »Theorie des Tourismus« von Enzensberger wird viel zitiert und gilt als wesentlicher Ausgangspunkt für das wissenschaftlich basierte Nachdenken über das Reisen nach dem zweiten Weltkrieg. Enzensberger bezeichnet seine Ausführungen als »Theorie« - doch sind sie mehr Essay als systematisch strukturierter Theorieentwurf. Sie verengen die Sicht auf den Tourismus, also ein Phänomen der Massenebene und auf das [[wiki:motive_des_reisens|Motiv]] der [[wiki:flucht|Flucht]]. [[http://www.cord-pagenstecher.de/|Cord Pagenstecher]] hat das messerscharf analysiert. ((''Cord Pagenstecher''://Enzensbergers Tourismusessay von 1958 – ein Forschungsprogramm für 1998?// in: Tourismus Journal, 2. 1998, S. 533 – 552))
  
 ==== Reisen als Technik ==== ==== Reisen als Technik ====
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 * [[wiki:on_the_road|On the road]]\\  * [[wiki:on_the_road|On the road]]\\ 
 * [[wiki:unterwegs-sein|Unterwegs-Sein]]\\  * [[wiki:unterwegs-sein|Unterwegs-Sein]]\\ 
-* [[wiki:liste_zeitleisten_listen|Literaturlisten]]\\ +* [[wiki:liste_strukturierte_uebersichten|Literaturlisten]]\\ 
 * [[wiki:fachliteratur|Fachliteratur]]\\  * [[wiki:fachliteratur|Fachliteratur]]\\ 
 * [[wiki:konditionen_des_reisens|Konditionen des Reisens]]\\  * [[wiki:konditionen_des_reisens|Konditionen des Reisens]]\\ 
wiki/reisen.1782451550.txt.gz · Zuletzt geändert: von Norbert Lüdtke

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