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wiki:aufbruch

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wiki:aufbruch [2025/12/09 14:16] Norbert Lüdtkewiki:aufbruch [2026/06/14 06:50] (aktuell) – [Literatur] Norbert Lüdtke
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   Franz Kafka (1883 - 1924)   Franz Kafka (1883 - 1924)
  
-Jede [[wiki:reisen|Reise]] beginnt mit einem Aufbruch ((mhd. risen, ahd. risan, engl. rise bezeichnen ein //sich erheben//, also Aufbruch als Grundbedeutung von Reise)), gefolgt vom [[wiki:abfahren|abfahren]]. In jedem Aufbruch keimt die Saat eines unbekannten [[wiki:abenteuer|Abenteuers]]. Wer die Tür hinter sich schließt, hat sich dazu entschieden, das weiß schon ein Sprichwort: //»Wer über die Türschwelle ist, hat die halbe Reise getan.«// ((K.F.W. Wander, Deutsche Sprichwörter)): der [[wiki:uebergang|Übergang]] durch den ersten [[wiki:zwischenraum|Zwischenraum]] ist vollzogen (→ [[wiki:liste_raumvorstellungen|Raumvorstellungen]]). Das sehr alte deutsche Wort '[[https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=W11412|weghaft]]' bezeichnet im Gegensatz zu 'sesshaft' den reisefertigen Zustand vor dem Aufbruch.+Jede [[wiki:reisen|Reise]] beginnt mit einem Aufbruch ((mhd. risen, ahd. risan, engl. rise bezeichnen ein //sich erheben//, also Aufbruch als Grundbedeutung von Reise)), gefolgt vom [[wiki:abfahren|abfahren]]. In jedem Aufbruch keimt die Saat eines unbekannten [[wiki:abenteuer|Abenteuers]]. Wer die Tür hinter sich schließt, hat sich dazu entschieden, das weiß schon ein Sprichwort: //»Wer über die Türschwelle ist, hat die halbe Reise getan.«// ((K.F.W. Wander, Deutsche Sprichwörter)): der [[wiki:uebergang|Übergang]] durch den ersten [[wiki:zwischenraum|Zwischenraum]] ist vollzogen (→ [[wiki:liste_raumvorstellungen|Raumvorstellungen]]). Das sehr alte deutsche Wort '[[https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=W11412|weghaft]]' bezeichnet im Gegensatz zu 'sesshaft' den reisefertigen Zustand vor dem Aufbruch. Es folgt der [[Transit|Transit]] mit zahlreichen Ankünfte, vor allem dienen sie der Rast an Durchgangsorten.
  
 Aufbruch und Heimkehr bilden die äußere Klammer für die dazwischen wirksamen Konzepte des Unterwegs-Seins. Sie lassen sich sprachlich nicht aus Gang, Fahrt, Reise ableiten: Abreise/Ankunft, Hin-/Rückfahrt, Aus-/Eingang usw. haben jeweils anderen Bedeutungen. Aufbruch und Heimkehr bilden die äußere Klammer für die dazwischen wirksamen Konzepte des Unterwegs-Seins. Sie lassen sich sprachlich nicht aus Gang, Fahrt, Reise ableiten: Abreise/Ankunft, Hin-/Rückfahrt, Aus-/Eingang usw. haben jeweils anderen Bedeutungen.
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   * ''Clausen, Jens''\\ //Vom Verlassen sicherer Häfen.//\\ In: Soziale Psychiatrie 4 (1997) 4–7   * ''Clausen, Jens''\\ //Vom Verlassen sicherer Häfen.//\\ In: Soziale Psychiatrie 4 (1997) 4–7
 +  * ''Drews, Julian''\\ //Zur Ereignisstruktur des Aufbruchs. Gefahr am Anfang der Amerikanischen Reisetagebücher Alexander von Humboldts.//\\ S. 93–104 in: Ders. u. a. (Hg.): Forster – Humboldt – Chamisso. Weltreisende im Spannungsfeld der Kulturen. Göttingen 2017.
 +  * ''Gunia, Jürgen''\\ //Aufbrechen und Ankommen.// S. 430–432 in: Bay, H., et al. (Hg.): Handbuch Literatur und Reise. Stuttgart 2024: J.B. Metzler. [[https://doi.org/10.1007/978-3-476-05997-0_81|DOI]], verweist auf
 +    * die Phasen Aufbrechen, Unterwegs-Sein und Ankommen (S. 39–125 in: Leed, Eric J.: Die Erfahrung der Ferne.  Frankfurt a. M./ New York 1993)
 +    * die Struktur »Aufbruch, Aufenthalt und Wiederkehr« (S. 61 in: Schaefers, Stephanie: Unterwegs in der eigenen Fremde. Deutschlandreisen in der Gegenwartsliteratur. Münster 2010. 
   * ''Webster, William T.''\\ //Der „Hinhocker” Und Der „Weltwanderer”: Zur Bedeutung der Reise bei ''Wilhelm Raabe''//\\ Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft, 23.1 (1982) 26-39. [[https://doi.org/10.1515/9783110243710.26|DOI]]   * ''Webster, William T.''\\ //Der „Hinhocker” Und Der „Weltwanderer”: Zur Bedeutung der Reise bei ''Wilhelm Raabe''//\\ Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft, 23.1 (1982) 26-39. [[https://doi.org/10.1515/9783110243710.26|DOI]]
   * ''Farrelly, Daniel J.''\\ //„Wie bin ich froh, daß ich weg bin“: Goethes erste Reise in die Schweiz – Reisen als Flucht.//\\ S. 417–427 in: Fuchs, Anne und Harden, Theo (Hg.): Reisen im Diskurs. Modelle der literarischen Fremderfahrung von den Pilgerberichten bis zur Postmoderne. Heidelberg 1995: Universitätsverlag C. Winter   * ''Farrelly, Daniel J.''\\ //„Wie bin ich froh, daß ich weg bin“: Goethes erste Reise in die Schweiz – Reisen als Flucht.//\\ S. 417–427 in: Fuchs, Anne und Harden, Theo (Hg.): Reisen im Diskurs. Modelle der literarischen Fremderfahrung von den Pilgerberichten bis zur Postmoderne. Heidelberg 1995: Universitätsverlag C. Winter
wiki/aufbruch.1765289797.txt.gz · Zuletzt geändert: von Norbert Lüdtke

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