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wiki:1986_ins_okavango-delta

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 ===== Von Südafrika über Simbabwe nach Botswana, ins Okavango-Delta ===== ===== Von Südafrika über Simbabwe nach Botswana, ins Okavango-Delta =====
  
-[[wiki:norbert_luedtke|Norbert Lüdtke]]\\ 1986 durch Botswana, Simbabwe, Südafrika, 6 Wochen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, in einem gemieteten Ford Laser und einem Mitsubishi L300 unter anderem zu den Highlights: Okavango, Chobe, Hwange, Matopos, Old Zimbabwe, Victoria Falls (ca. 6.000 km)+[[wiki:luedtke_norbert|Norbert Lüdtke]]\\ 1986 durch Botswana, Simbabwe, Südafrika, 6 Wochen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, in einem gemieteten Ford Laser und einem Mitsubishi L300 unter anderem zu den Highlights: Okavango, Chobe, Hwange, Matopos, Old Zimbabwe, Victoria Falls (ca. 6.000 km)
  
 Es scheint, als hätte sich eine Elefantenherde in der Savanne verteilt und dann zum Schlafen hingelegt. Die Piste schlängelt sich elegant um die grau-schwarzen Buckel kleiner, großer und sehr großer Monolithen. Wer allerdings aus den verstreuten Elefantenbuckeln Türmchen gebaut hat, und dabei die größeren Buckel so auf die kleineren legte, daß sie kaum im Gleichgewicht zu sein scheinen – ja, das wissen vielleicht die Bewohner des Hügels //Malindidzimu//. Diesen »Ort der guten Ahnengeister« nannten die angelsächsischen Kolonisatoren »World’s view«, was ja stimmt, wenn man von oben über die Savanne blickt und den Horizont nur daran erkennt, daß dort der rote Ball langsam verschluckt wird, was aber dennoch ziemlich einfallslos ist. Es scheint, als hätte sich eine Elefantenherde in der Savanne verteilt und dann zum Schlafen hingelegt. Die Piste schlängelt sich elegant um die grau-schwarzen Buckel kleiner, großer und sehr großer Monolithen. Wer allerdings aus den verstreuten Elefantenbuckeln Türmchen gebaut hat, und dabei die größeren Buckel so auf die kleineren legte, daß sie kaum im Gleichgewicht zu sein scheinen – ja, das wissen vielleicht die Bewohner des Hügels //Malindidzimu//. Diesen »Ort der guten Ahnengeister« nannten die angelsächsischen Kolonisatoren »World’s view«, was ja stimmt, wenn man von oben über die Savanne blickt und den Horizont nur daran erkennt, daß dort der rote Ball langsam verschluckt wird, was aber dennoch ziemlich einfallslos ist.
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 Bulawayo schien mir damals eine schöne Stadt, eben nach englischem Geschmack für weiße Rhodesier gebaut //»sauber, leise, mit grünen Parks, großartigen Bäumen, wenig Verkehr und niedrigen Häusern«//, meint mein Tagebuch. Hingerissen war ich von den Caravan-Parks, die aus kolonialistischer Zeit herübergerettet worden waren. Es gab Zeltmöglichkeiten, Chalets, Lodges, Lagerfeuerplätze, Grill, Kühlschrank, E-Herd, hervorragende Waschgelegenheiten … Ihre Lage war immer berauschend schön, integriert in die Landschaft, Felsen, Bäume, Bäche einbeziehend. Schwarze fand man lediglich im Service, die Gäste waren weiß, Müll suchte man vergebens, drei US$ pro Nacht. Abends fuhr ein alter VW-Bus auf den Platz, Bonner Kennzeichen. Darin zwei [[wiki:deutsche_zentrale_fuer_globetrotter_e.v|dzg]]-Mitglieder, ''Gottfried'' und ''Christel'', die eine Farm in Australien bewirtschaften. Bulawayo schien mir damals eine schöne Stadt, eben nach englischem Geschmack für weiße Rhodesier gebaut //»sauber, leise, mit grünen Parks, großartigen Bäumen, wenig Verkehr und niedrigen Häusern«//, meint mein Tagebuch. Hingerissen war ich von den Caravan-Parks, die aus kolonialistischer Zeit herübergerettet worden waren. Es gab Zeltmöglichkeiten, Chalets, Lodges, Lagerfeuerplätze, Grill, Kühlschrank, E-Herd, hervorragende Waschgelegenheiten … Ihre Lage war immer berauschend schön, integriert in die Landschaft, Felsen, Bäume, Bäche einbeziehend. Schwarze fand man lediglich im Service, die Gäste waren weiß, Müll suchte man vergebens, drei US$ pro Nacht. Abends fuhr ein alter VW-Bus auf den Platz, Bonner Kennzeichen. Darin zwei [[wiki:deutsche_zentrale_fuer_globetrotter_e.v|dzg]]-Mitglieder, ''Gottfried'' und ''Christel'', die eine Farm in Australien bewirtschaften.
  
-Was mich hierher führte? Eine unvollendete Reise. Vor zwei Jahren hatte ich mich an der [[wiki:von_khartoum_bis_bangui|Trans-Afrika-Tour]] (TAT) beteiligt, die rückblickend von vielen auch Un-Tat genannt wurde. Wir wollten von Kairo nach Kapstadt, doch es kam alles anders. Mir fehlte nun das südliche Afrika, das wollte ich nachholen, ganz besonders inspiriert von einem beeindruckenden Bildband über das Okavango-Gebiet. Da wollte ich hin.+Was mich hierher führte? Eine unvollendete Reise. Vor zwei Jahren hatte ich mich an der [[wiki:1984_von_khartoum_bis_bangui|Trans-Afrika-Tour]] (TAT) beteiligt, die rückblickend von vielen auch Un-Tat genannt wurde. Wir wollten von Kairo nach Kapstadt, doch es kam alles anders. Mir fehlte nun das südliche Afrika, das wollte ich nachholen, ganz besonders inspiriert von einem beeindruckenden Bildband über das Okavango-Gebiet. Da wollte ich hin.
  
 Hier in Bulawayo traf ich mich mit ''Gerd'', einem weiteren dzg-Mitglied. Gemeinsam mieteten wir einen Ford, so was wie einen Fiesta, und los ging’s. Um das ein wenig abzukürzen, konzentriere ich mich nun im Wesentlichen auf die Okavango-Tour, obwohl sie nur einen kleinen Teil der sechs Wochen ausmachte. Mit den Asphaltstraßen war es allerdings in Botswana vorbei und wir quälten den Pkw über hunderte Kilometer Pisten mit Schotter, Wellblech, Sand. Also fuhren wir mit dem Ford nach Botswana (was laut Mietwagenfirma verboten war). Bis Francistown eine super Straße, danach eine super Piste, noch 200 Kilometer bis Maun, dem Ausgangsort für alle Touren ins Okavango-Delta. Nach 100 Kilometern platzte ein Reifen, der Wagen verließ die Straße nach links, dann platzte der zweite Reifen und wir landeten auf der rechten Straßenböschung, der Wagen lag auf der Seite, schöne Bescherung. Hier in Bulawayo traf ich mich mit ''Gerd'', einem weiteren dzg-Mitglied. Gemeinsam mieteten wir einen Ford, so was wie einen Fiesta, und los ging’s. Um das ein wenig abzukürzen, konzentriere ich mich nun im Wesentlichen auf die Okavango-Tour, obwohl sie nur einen kleinen Teil der sechs Wochen ausmachte. Mit den Asphaltstraßen war es allerdings in Botswana vorbei und wir quälten den Pkw über hunderte Kilometer Pisten mit Schotter, Wellblech, Sand. Also fuhren wir mit dem Ford nach Botswana (was laut Mietwagenfirma verboten war). Bis Francistown eine super Straße, danach eine super Piste, noch 200 Kilometer bis Maun, dem Ausgangsort für alle Touren ins Okavango-Delta. Nach 100 Kilometern platzte ein Reifen, der Wagen verließ die Straße nach links, dann platzte der zweite Reifen und wir landeten auf der rechten Straßenböschung, der Wagen lag auf der Seite, schöne Bescherung.
wiki/1986_ins_okavango-delta.1721877556.txt.gz · Zuletzt geändert: 2024/07/25 03:19 von norbert

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