wiki:1986_ins_okavango-delta
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+ | ====== Ins Okavango-Delta ====== | ||
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+ | ===== Von Südafrika über Simbabwe nach Botswana, ins Okavango-Delta ===== | ||
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+ | Es scheint, als hätte sich eine Elefantenherde in der Savanne verteilt und dann zum Schlafen hingelegt. Die Piste schlängelt sich elegant um die grau-schwarzen Buckel kleiner, großer und sehr großer Monolithen. Wer allerdings aus den verstreuten Elefantenbuckeln Türmchen gebaut hat, und dabei die größeren Buckel so auf die kleineren legte, daß sie kaum im Gleichgewicht zu sein scheinen – ja, das wissen vielleicht die Bewohner des Hügels // | ||
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+ | Ein guter Ort, begraben zu sein. Den Hügel krönt ein weiterer Monolith, in dessen Mitte eine große, doch schlichte Stahlplatte eingelassen ist. '' | ||
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+ | Vielleicht gibt es das alles ja auch nicht mehr. Wundern würde es mich nicht, denn in Zimbabwe soll ja in den letzten Jahren recht gründlich »das weiße Erbe« aufgemischt worden sein. 1985, als ich dort stand, schien die Welt idyllisch und ich durfte bedauern, keine Farm in Afrika zu haben. Bedauern durfte ich am Abend desselben Tages auch, daß meine neue Fjällräven-Jacke künftig wohl andere Schultern zierte. | ||
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+ | Bulawayo schien mir damals eine schöne Stadt, eben nach englischem Geschmack für weiße Rhodesier gebaut //»sauber, leise, mit grünen Parks, großartigen Bäumen, wenig Verkehr und niedrigen Häusern«//, | ||
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+ | Was mich hierher führte? Eine unvollendete Reise. Vor zwei Jahren hatte ich mich an der [[wiki: | ||
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+ | Hier in Bulawayo traf ich mich mit '' | ||
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+ | Seit Francistown hatten wir keine Siedlung mehr gesehen und laut Karte gab es auch keine bis Maun. Nach und nach spuckte die Steppe am Rande der Kalahari neugierige Besucher aus. Nomaden, freundlich:// | ||
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+ | Den Wagen wieder auf die [[wiki: | ||
+ | Als wir Maun abends erreichten, hatte die Werkstatt geschlossen. Ich deponierte die beiden Reifen im benachbarten Store, der ebenfalls gerade schloß. Die Nacht verbrachte ich im //Crocodile Camp// und traf dort einen Geologen, den ich bereits in Johannnisburg kennengelernt hatte. | ||
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+ | Am nächsten Morgen früh raus, 16 Kilometer vom Camp bis Maun getrampt, die Reifen in //Rileys Garage// abgegeben, Frühstück. Zurück in der Garage hörte ich, daß es keine passenden Schläuche in Maun gäbe. Also kamen größere rein. Um 13 Uhr war ich wieder beim Wagen. '' | ||
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+ | Anderntags bekamen wir einen Platz in einer sechssitzigen Cessna und flogen mit Air Karango ins Delta Camp. Dort steht die // | ||
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+ | Das »Land im Wasser« ist etwa so groß wie Schleswig-Holstein, | ||
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+ | Nach 30 Minuten Flug landen wir auf //Chief’s Island//, eine holprige [[wiki: | ||
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+ | Wie das bei Bars so ist, halten gegenüber die Taxis. Hier sind das die Sumpftaxis, Einbäume. //Mokoros// nennen die Einheimischen sie, denn das Delta ist an den Rändern bewohnt, ursprünglich und noch im Norden leben hier vorwiegend Buschmänner, | ||
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+ | »Fachmänisch« suchen wir uns ein Boot aus, wir wollen einige Tage den Sumpf erkunden. Ein voll beladenes Mokoro liegt nur wenige Zentimeter über dem Wasserspiegel, | ||
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+ | Am Rande stehen oft Impalas. Kommen wir näher, trabt die Herde ohne Hast durch den nächsten flachen Wasserlauf zur nächsten Insel. Wir vagabundieren durch das mäandernde System der Wasserläufe, | ||
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+ | Frühzeitig suchen wir uns einen Platz für die Nacht, ein Inselchen mit Lagerplatz für Zelte, [[wiki: | ||
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+ | Nicht abschreckbar sind die Affen: neugierig, vorwitzig, klauen sie wie die Raben (das ist beleidigend für die Raben). Ärgerlich, wenn sie mit der Dose Kaffee im Baum sitzen und sich totlachen. Manchmal hilft ein gezielter Wurf, aber sie werfen auch gerne zurück und von oben nach unten haben sie die besseren Karten. Abends verwünscht man die Tierschützer und ihren erfolgreichen Kampf gegen Froschschenkel auf Speisekarten, | ||
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+ | Crocs und Hippos sahen wir allerdings während der gesamten Einbaumtour nicht. Es gibt sie nicht überall im Okavango und die kundigen [[wiki: | ||