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wiki:1878_kaltbrunner_rezension

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 Herr Kaltbrunner unterscheidet diese beiden Rollen durch die Namen //»voyageur-observant"// und //„observateur-voyageant"// und meint, dass man als Reisender das Ganze umfassen müsse und keinen Theil vernachlässigen dürfe, dass es dagegen dem Beobachter erlaubt sei, sich auf denjenigen Zweig zu beschränken, den er am besten beherrsche. Indessen giebt er selbst zu, dass die beiden Rollen sich nicht scharf von einander trennen lassen. Nach unserer Ansicht muss es jedem Reisenden überlassen bleiben, für sich selbst diese Grenze zu ziehen, denn sie ist für jedes Individuum eine andere, je nach der Anlage und der Hinneigung zur Universalität. Wir sind der Ueberzeugung, dass der Reisende nur wenige Disciplinen cultiviren kann, dass ihm aber die oberflächliche Kenntniss der übrigen Wissensgebiete nöthig ist, damit er jederzeit stärker bleibe, als die äusseren Eindrücke und keine der Thatsachen übersehe, aus denen sich die grossen Züge der geographischen Charakteristik zusammensetzen. Auch glauben wir in dieser Beziehung ganz im Einklang mit Herrn Kaltbrunner uns zu befinden, wenn wir sein „Manuel" als ein Buch für den „voyageur-observant" und nicht für den „observateur-voyageant" betrachten. Alles was in den >>Notions scientifiques" noch fernerhin gesagt wird, weist darauf hin, und wir greifen zum Beweise nur folgende Stelle heraus: //„Für die Botanik und Zoologie muss sich der Reisende die Fähigkeit erwerben, auf den ersten Blick eine Pflanze oder ein Thier zu erkennen. Seine Aufgabe ist es nicht, Raritäten zu sammeln, sondern die charakteristischen Pflanzen und Thiere, d. h. die am häufigsten auftretenden. Dasselbe gilt von den übrigen naturhistorischen Disciplinen."// Auf diesen //„ersten Blick"//, auf den //„coup d'oeil"//, wird der Nachdruck gelegt, der als eine Sache der Uebung und Gewohnheit bezeichnet wird. Fügen wir hinzu, dass auch die Fähigkeit, die dem „coup d'oeil" verdankten Eindrücke durch Beschreibung zu objectiviren, gleichfalls einer hohen Entwickelung durch die Praxis fähig ist. Herr Kaltbrunner unterscheidet diese beiden Rollen durch die Namen //»voyageur-observant"// und //„observateur-voyageant"// und meint, dass man als Reisender das Ganze umfassen müsse und keinen Theil vernachlässigen dürfe, dass es dagegen dem Beobachter erlaubt sei, sich auf denjenigen Zweig zu beschränken, den er am besten beherrsche. Indessen giebt er selbst zu, dass die beiden Rollen sich nicht scharf von einander trennen lassen. Nach unserer Ansicht muss es jedem Reisenden überlassen bleiben, für sich selbst diese Grenze zu ziehen, denn sie ist für jedes Individuum eine andere, je nach der Anlage und der Hinneigung zur Universalität. Wir sind der Ueberzeugung, dass der Reisende nur wenige Disciplinen cultiviren kann, dass ihm aber die oberflächliche Kenntniss der übrigen Wissensgebiete nöthig ist, damit er jederzeit stärker bleibe, als die äusseren Eindrücke und keine der Thatsachen übersehe, aus denen sich die grossen Züge der geographischen Charakteristik zusammensetzen. Auch glauben wir in dieser Beziehung ganz im Einklang mit Herrn Kaltbrunner uns zu befinden, wenn wir sein „Manuel" als ein Buch für den „voyageur-observant" und nicht für den „observateur-voyageant" betrachten. Alles was in den >>Notions scientifiques" noch fernerhin gesagt wird, weist darauf hin, und wir greifen zum Beweise nur folgende Stelle heraus: //„Für die Botanik und Zoologie muss sich der Reisende die Fähigkeit erwerben, auf den ersten Blick eine Pflanze oder ein Thier zu erkennen. Seine Aufgabe ist es nicht, Raritäten zu sammeln, sondern die charakteristischen Pflanzen und Thiere, d. h. die am häufigsten auftretenden. Dasselbe gilt von den übrigen naturhistorischen Disciplinen."// Auf diesen //„ersten Blick"//, auf den //„coup d'oeil"//, wird der Nachdruck gelegt, der als eine Sache der Uebung und Gewohnheit bezeichnet wird. Fügen wir hinzu, dass auch die Fähigkeit, die dem „coup d'oeil" verdankten Eindrücke durch Beschreibung zu objectiviren, gleichfalls einer hohen Entwickelung durch die Praxis fähig ist.
  
-Diesen gewissermassen principiellen Auseinandersetzungen folgt das in mehrere Unterabtheilungen zerfallende Capitel der //„Connaissances pratiques"//, welches auf 84 Seiten eine Zusammenstellung der wichtigsten Reiseinstrumente, der Messungsmethoden und der Anwendung im Felde giebt. Vielleicht hat sich der Verfasser in seinem Wunsche, auch den, nur mit dürftigen Kenntnissen versehenen Leser und angehenden Reisenden möglichst unbefangen zu erhalten, d. h. ihn nicht durch zu minutiöse Auseinandersetzungen abzuschrecken, etwas zu weit treiben lassen; denn dass er eine andere, d. h. tiefer gehende Darstellung zu geben im Stande gewesen wäre, wenn er sie für zweckentsprechender gehalten hätte, versteht sich für uns von selbst. So gutmüthige und leistungsfähige Wesen, wie es nach der kurzen Beschreibung gefolgert werden möchte, sind die Präcisions-Instrumente wohl nicht. Es klingt sehr lieblich, wenn man liest (pag. 15): //„Chronomètre. Si l'on doit visiter des pays où la position géographique des lieux principaux n'est pas encore exactement déterminée, on fera bien de se munir d'un chronomètre réglé sur l'heure de l'observatoire d'où l'on veut compter les méridiens".// Und pag. 16:// „Baromètre anéroide. Cet//+Diesen gewissermassen principiellen Auseinandersetzungen folgt das in mehrere Unterabtheilungen zerfallende Capitel der //„Connaissances pratiques"//, welches auf 84 Seiten eine Zusammenstellung der wichtigsten Reiseinstrumente, der Messungsmethoden und der Anwendung im Felde giebt. Vielleicht hat sich der Verfasser in seinem Wunsche, auch den, nur mit dürftigen Kenntnissen versehenen Leser und angehenden Reisenden möglichst unbefangen zu erhalten, d. h. ihn nicht durch zu minutiöse Auseinandersetzungen abzuschrecken, etwas zu weit treiben lassen; denn dass er eine andere, d. h. tiefer gehende Darstellung zu geben im Stande gewesen wäre, wenn er sie für zweckentsprechender gehalten hätte, versteht sich für uns von selbst. So gutmüthige und leistungsfähige Wesen, wie es nach der kurzen Beschreibung gefolgert werden möchte, sind die Präcisions-Instrumente wohl nicht. Es klingt sehr lieblich, wenn man liest (pag. 15): //„Chronomètre. Si l'on doit visiter des pays où la position géographique des lieux principaux n'est pas encore exactement déterminée, on fera bien de se munir d'un chronomètre réglé sur l'heure de l'observatoire d'où l'on veut compter les méridiens".// Und pag. 16://„Baromètre anéroide. Cet//
  
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