AGIR > Lesen
Reisebuch
       
       

 

Archiv zur Geschichte des Individuellen Reisens AGIR
www.reisegeschichte.de
  Bitte nennen Sie beim Zitieren oder Downloaden die originäre Quelle. Über einen Link auf AGIR würden wir uns freuen.
   
  Das Reisebuch - Buch & Reisen
Epos, Heldenlied & Reisebericht
 

Reisen & Lesen befruchten einander seit jeher. Die Kunde über die Erlebnisse von Held, Abenteurer und Reisenden prägte die literarischen Formen Epos, Roman, Reisebericht.

  • Machtvoll und weitreichend wirkten bis heute die großen Epen Homers. Die sagenhaften Kämpfe und abenteuerlichen Irrfahrten des Odysseus bilden die literarischen Wurzeln europäischer Traditionen und lieferten seit 800 vor Christus das Vorbild für das Genre der Heldenlieder.
  • Die mittelhochdeutschen Versepen ranken sich ab 1200 nach Christus um Aventiuren. Ritterlich-höfische Herren kämpfen um Länder, Schätze, Frauen und immer um die Ehre. Die Gattung des Romans wäre ohne sie kaum denkbar.
  • Mit den "Entdeckern" entwickelt sich der Reisebericht. Damit ihre Taten als Erfolg galten, mußten sie Informationen zurückbringen, diese mußten neu sein, nachvollziehbar und nützlich.

Der Reisebericht mit seinen Übergangsformen bildet den Kern von AGIR. Allerdings fristet er im Reisealltag und damit in den Buchhandlungen ein Nischendasein:

  • Ein Reisetagebuch scheint frisch notierte Erlebnisse wiederzugeben, wäre also noch (fast) aus der Reisesituation niedergeschrieben - aber ist das wirklich so? Intimes wird vor der Publikation gestrichen, kurze Skizzen müssen der Verständlichkeit halber ausgemalt werden und die Recherche gibt den Sachverhalten Tiefe, wo der Augenschein zu flach wäre.
  • Ein Reisebericht betont den objektiven Wahrheitsgehalt der Schilderung - aber wer wollte das prüfen? Und vor allem: Wer wollte einen auf Faktenhuberei reduzierten Bericht über Fauna & Flora, Geologie & Anthropologie wirklich lesen? Interessanter wird es doch immer dort, wo der Reisende selbst in den Mittelpunkt gerät, wo es also unwissenschaftlich wird.
  • Der literarisch aufgearbeitete Reisebericht richtet den Blick auch nach innen, reflektiert äußere Erlebnisse an dem, was sie innerlich ausgelöst haben und wagt den Blick hinter die Kulissen des Selbst und hinter die Kulissen des Fremden. Er entdeckt das Fremde in sich selbst und das Vertraute im Fremden. Noch sind die Erlebnisse authentisch, doch erhält die Subjektivität Vorrang gegenüber kalter Objektivität.
  • Der Schritt ist klein zur Reiseerzählung: Die Phantasie wird gesattelt, wahre Erlebnisse geben der Imagination die Sporen, liefern nurmehr den Anlaß zu ausgedehnten Geschichten - "basierend auf eigenen Erlebnissen". Eng verwandt mit der Reiseerzählung sind Abenteuerroman, Exotischer Roman, Detektivroman, Reiseroman, Science Fiction oder spiritueller Roman, andere unterscheiden Jagdabenteuer, Seeabenteuer, Indianerabenteuer, Kriegsabenteuer, Forscher- und Reiseabenteuer, Detektivabenteuer, technisch-utopische Abenteuer ...

Den größten Marktanteil hat heute das beratende Reisebuch: der Reiseführer in allen seinen Formen, Kartenwerke, reisetechnische Tipgeber, Sprachführer ... Diese objektivierten Reisebücher sind für AGIR wichtig, stehen aber nicht im Mittelpunkt, denn ihnen ist das subjektive individuelle Erleben ja genremäßig ausgetrieben.

Das reisetechnische Know-How bedarf mindestens bei der Ankunft im Reiseland, bei der ersten Begegnung mit fremden Völkern grundlegender Informationen über Länder & Völker. Was darüber hinaus geht, findet sich in der volks- und landeskundlichen Fachliteratur. In AGIR steht diese gleichberechtigt neben den Reiseführern. Im Reisealltag interessieren sich nur wenige Spezialisten und Kulturbeflissene für Hintergrundinformationen jenseits des Nützlichen.

 
Literarische Reisen

Die Literatur war lange Zeit das bedeutendste Medium für die Massenkommunikation der heimgekehrten Reisenden. Heute machen Fernsehen und Internet diesem Medium in erheblichem Maße Konkurrenz.

So nutzten die Reisenden die verfügbaren literarischen Formen, um sich und ihre Reisen der Öffentlichkeit darzustellen.

Umgekehrt wurde auch die Literatur geprägt von den Erfahrungen der schreibenden Reisenden, ihrem Stil, den erfolgreichen Klischees und den wiederkehrenden Formen der Wahrnehmung.

Die Reise und das Reisen wurden zu literarischen Darstellungsmitteln:

Michael Fisch
Reisen in der Literatur
»Eine Werbungsreise, eine Abenteuerfahrt, eine Bewährungsfahrt, eine Pilgerreise, eine Fahrt ins Exil oder die Rückreise in die Heimat - .... .“
 
Ulrich Brinkmann skizziert eine kulturwissenschaftliche Problembeschreibung

»Die Erfahrung des Authentischen ist einerseits an die Fähigkeit gebunden, Illusion und Täuschung von der Wirklichkeit unterscheiden zu können. .....

 
Reisen & Schreiben

das Verhältnis von Schreiben & Reisen

Der Reisende bringt sich selbst in ein Dilemma. Für ihn ist es es wichtig, in welches Verhältnis er Schreiben und Reisen bringt:

  • Ist es Zweck der Reise, zu einem Buch zu werden?
  • Oder ist die Reise Selbstzweck und der Gedanke an ein Buch wird erst später wach?
  • Was hat Priorität: die Reise oder das Buch?
  • Wie verändert die Schreibabsicht die Wahrnehmungsperspektive oder gar die Reiseumstände?

Ich bin nicht Ich

Am 29. Dezember 1951 bricht Ernesto Che Guevara mit seinem Freund Alberto Granado und dem Hund »Comeback«zu einer Motorradreise durch Südamerika auf. Sie starten in Buenos Aires, fahren nach Süden, durchqueren den Kontinent und erreichen die berühmte Straße »Latinoamericana«. Im Sommer des nächsten Jahres sind sie wieder zu Hause. Der dreiundzwanzigjährige Che Guevara hat seine Erlebnisse, Begegnungen und Eindrücke in einem Tagebuch festgehalten und später ergänzt.

»Die Person, die diese Notizen schrieb, starb, als sie ihren Fuß wieder auf argentinischen Boden setzte, und der sie ordnet und an ihnen feilt, >ich<, bin nicht ich; zumindest bin ich nicht mehr dasselbe innere Ich. Dieses ziel-
lose Streifen durch unser riesiges Amerika hat mich stärker verändert, als ich glaubte«, schreibt er.

 
Gedanken zur Systematik einer Reisebibliothek
Spezifische Reisekategorien fehlen

Kleine Reisebuchsammlungen werden sich immer an den Interessen ihres Sammlers orientieren. Sie sind subjektiv immer richtig systematisiert.

Große Reisebuchsammlungen existieren fast nur in Universitätsbibliotheken. Es ist bezeichnend, daß sie (fast) immer unter die geographischen oder soziologischen Kategorien subsumiert werden. Man sucht also unter einem Land oder unter dem spezifisch geisteswissenschaftlichen Interesse. Für die Sekundärliteratur ist das zufriedenstellend. Auch Reiseführer sind fast immer kontinent-, länder- oder regionbezogen. Wenige (aber interessante) Ausnahmen bestätigen die Regel.

Doch die umfangreiche Erfahrungsliteratur, sprich: Reiseberichte, orientiert sich nur ausnahmsweise an Ländergrenzen (die sich zudem historisch ändern) und selten an wisenschaftlichen Kategorien.

Spezifische Reisekategorien werden jedoch selten oder nie gebildet. Das hat manch einen Nachteil:

  • Die länderbezogene Zuordnung entspricht nur selten dem Verlauf einer tatsächlichen Reise.
  • Die Form des Reisebuchs führt immer wieder zu Zordnungsproblemen für den Bibliothekar:
    Handelt es sich um Belletristik oder um ein Sachbuch?
das Reisebuch als Medium zwischen der fremden und der vertrauten Welt
  1. Alle realen Reisen werden von realen Personen durchgeführt und erlebt; damit ist die Reise ein Teil der Biographie dieser Personen.
  2. Alle Reisebeschreibungen werden von Personen aus einer subjektiven Perspektive und mit interessegeleiteter Intention verfaßt.

Durch die Brille des Reisenden wird die fremde Welt zu einem Teil der eigenen Welt; beide Welten verändern sich dabei.

Es gibt keine objektiven Reisebücher. Denn Reisen ist immer ein subjektives Erleben von Welt. Daraus läßt sich Wissen schöpfen, aber keine Wissenschaft. Wissen-schaft, der Begriff sagt es, ist eine nachträgliche Konstruktion, der durch Ent-Subjektivierung, im besten Falle durch Objektivierung zustande kommt. Theorien (und das ist der Stoff der Wissenschaft), werden falsifiziert udn nicht verifiziert, sagt Sir Karl Popper. Soll heißen: es wird eigentlich nicht bewiesen, daß eine Theorie richtig. Experimentelle Übrprüfung führt lediglich dazu, daß sie nicht falsch ist. Wenn sie außerdem noch nützlich ist, wird sie allgemein akzeptiert.

So strenge Kriterien wird niemand ans Reisebuch anlegen. Doch im Ansatz gilt Ähnliches: Der Reisende hat seine Reise erfolgreich beendet. Sein Bericht darüber mag wahr sein oder nicht, doch seine Methode war erfolgreich. Sie kann als Vorbild dienen.

Wenn wir das Reisebuch als Medium zwischen der fremden und der vertrauten Welt betrachten, ist seine äußere Form unerheblich. Die äußere Form ist immer ein zweingendes Resultat zwischen dem ICH des Reisenden, dem ES der fremden Welt und dem WIR der vertrauten Welt.

Das Reisebuch ist lediglich an zwei Konstanten gebunden: an den Zeitraum der Reise und an die Person des Reisenden.

eine Aufstellung nach dem Todesjahr des Reisenden

Einige Vorteile böte eine Aufstellung nach dem Todesjahr des Reisenden. Die zeitliche Aufstellung würde es ermöglichen, auch andere Reisebücher wie Apodemiken und allgemeine Reiseführer nach ihrem Erscheinungsjahr einzuordnen.

Welches Bild ergäbe ein Gang durch die Bibliothek?

  • Beim schnellen Gang würde deutlich, wie sich die Sicht der Welt im Laufe der Jahrtausende verändert hat.
  • Reisende, die sich vielleicht begegnet sind und gleichzeitig lebten, findet man beim langsamen Flanieren auch in den Regalen nebeneinander.
  • Imaginäre Reisende (Winnetou, Don Quijote), werden dem Namen und Todesjahr Ihres Schöpfers zugeordnet. Da sie aber ihren Schöpfer überleben, liegt hier ein Schönheitsfehler der Systematik.
Leider scheitert eine solche Aufstellung an der meist fehlenden Kenntnis des Todesjahres.
eine Aufstellung nach dem Namen des Reisenden
Nahezu immer ist jedoch der Name des Reisenden bekannt. Die zweitbeste Systematik wäre eine Aufstellung nach dem Namen des Reisenden. Die alphabetische Aufstellung würde es ermöglichen, auch Biographien und Sekundärwerke zur Person des Reisenden an dieser Stelle einzuordnen. Auch die belletristische Reiseliteratur wäre hier einzuordnen, allerdings nach dem Namen des Autors.

Welches Bild ergäbe ein Gang durch die Bibliothek?

  • Sofern Vielreisende auch Vielschreibende waren, wäre ihr »Lebenswerk« auf einen Blick erfassbar.
  • Der Umfang der Sekundärliteratur erlaubte es, die Bedeutung der Reisenden abzuschätzen.
  • Der Umfang der belletristischen Autorenwerke erlaubte es, wie Wirkung einer Idee abzuschätzen (Auswanderung, Exotik, Robinsonade, Natur ...).
eine geographische Aufstellung

Beide der vorangegangenen Systematiken bedürfen eines ausgefeilten Katalogs für die am praktischen Reisen interessierten Nutzer. Überwiegend richtet sich das Reiseinteresse auf ein Reiseziel oder eine Route, selten auf Themen oder Personen. Die geographische Aufstellung ist daher für alle reisepraktischen Angelegenheiten die naheliegendste. Nur geringe Probleme gibt es bei Reiseführern. Diese richten sich aus praktischen Gründen meist auf Länder oder Regionen. Selbst themenorientierte Reiseführer sind meist nach Ländern abgegrenzt.

Zu ergänzen blieben Routen: Seidenstraße, rund ums Mittelmeer, Atlantik-Überquerung, Transafrika (Nord-Süd), Transafrika (West-Ost) ...

Auch hier ist ein ausgefeilter Verweisapparat nötig. Neue Länder entstehen, aandere Länder zerfallen in mehrere neue Länder. Namen werden geändert, hinzu kommen Synonyme und literarische Bezeichnungen. Der Verweisapparat muß daher von der Vielzahl heutiger und früherer Bezeichnungen hinführen auf die heute real existierenden Länder mit ihren Regionen.

 
Kategorisierung und Genrebestimmung der Reiseliteratur
reale Reiseerlebnisse
  • Seeräuber/buccaneer
  • Weltumsegelungen/circumnavigation
  • (Aus-)Siedler/colonist/settler
  • Kriegserinnerungen/military memoirs
  • christliche Mission (Jesuiten)/missionary
  • Sklaverei
  • Entdeckungsreisen/Imperialism
  • Robinsonaden
  • Erlebnisse am Berg
  • Auf dem Wasser
  • Abenteuer
phantastische Reiseerlebnisse
  • Phantasiereisen/fictional travel
  • Phantasieländer
  • Phantasieinseln
  • Geistreisen
  • Zimmerreisen
  • Satiren
  • Utopien
  • Reisen in anderen Welten/Fantasy travel
  • Reisen in der Zukunft/Science Fiction
Formen des Reisebuchs
  • Erzählungen/narratives
  • Tagebücher/diaries
  • Briefroman/epistolary travel fiction
  • Briefsammlung/letters
  • völkerkundliche Beschreibung/ethnography
  • Reiseführer/guidebook
  • Logbuch/logbook
  • Chroniken
  • Gedichte/poetry
  • Postkarten/postcards
  • Sagas
  • Essay/travel essay
  • Reisebeschreibung, -bericht/travelogue
  • Kurzgeschichten/novels
  • Theaterstücke
  • Zeitungsartikel
  • Anthologien
  • Biographien
  • Märchen
   
Literatur

Percy G. Adams
Travelers and Travel Liars 1660-1800
Berkeley, 1962.

Percy G. Adams
Travel Literature and the Evolution of Novel
Lexington, 1983

Percy G. Adams (ed.)
Travel Literature Through the Ages
An Anthology

N.Y.& London, 1988.

P. J. Brenner (ed.)
Der Reisebericht
Die Entwicklung einer Gattung in der deutschen Literatur

Frankfurt, 1989.

P. J. Brenner
Der Reisebericht in der deutschen Literatur
Ein Forschungsüberblick als Vorstudie zu einer Gattungsgeschichte

Tübingen, 1989.

Andreas Bürgi
Weltvermesser
Die Wandlung des Reiseberichts in der Spätaufklärung

Bonn, 1989.

Philip Dodd (ed.)
The Art of Travel
Essays on Travel Writing

London, 1982.

Philip Edwards
Last Voyages
Oxford, 1988.

Anne Fuchs/Theo Harden (eds.)
Reisen im Diskurs
Modelle der literarischen Fremderfahrung von den Pilgerberichten bis zur Postmoderne

Heidelberg, 1995.

Stephen Greenblatt
Marvellous Possessions
The Wonder of the New World

Chicago, 1991 (Oxford, 1992).

Michael Harbsmeier
Wilde Völkerkunde
Andere Welten in deutschen Reiseberichten der frühen Neuzeit

Frankfurt/M. etc. 1994.

Antoni Maczak/H.J. Teuteberg (eds.)
Reiseberichte als Quellen europäischer Kulturgeschichte
Aufgaben und Möglichkeiten der historischen Reiseforschung

Wolfenbüttel, 1982.

Antoni Maczak
Travel in Early Modern Europe
Cambridge 1995,

Zweder von Martels (ed.)
Travel Fact and Travel Fiction
Studies on Fiction, Literary Tradition, Scholarly Discovery and Observation in Travel Writing
Leiden etc., 1994.

Gert Mattenklott
Der übersinnliche Leib
Beiträge zur Metaphysik des Körpers

Reinbek, 1983.

Gert Mattenklott
"Vorgestellte Reisen - Reisevorstellung"
in: Neue Horizonte: Eine Reise durch die Reisen

Klaus Bergmann & Solveig Ockenfuß (eds.)
Reinbek, 1984. 156-171.

Jenny Mezciems
„’Tis not to divert the Reader’
Moral and Literary Determinants in some Early Travel Narratives."

in: The Art of Travel. Essays on Travel Writing. Philip Dodd (ed.).
London, 1982. 1-19.

Pia Omasreiter
Travel Through the British Isles: Die Funktion des Reiseberichts im 18. Jahrhundert
Heidelberg, 1982.

W. G. Rice (ed.)
Literature as a Mode of Travel
New York, 1963.

Justin Stagl
"Der Wohl unterwiesene Passagier
Reisekunst und Geslleschaftsbeschreibung vom 16. bis zum 18. Jahrhundert
"
in: Kranobar/Röbel/Zia (es.), Reise und Reisebeschungerungen
1987. 353-384.

A. Wright
Fictional Discourse and Historical Space
Basingstoke, 1986.

Peter Wunderli (ed.)
Reisen in reale und mythische Ferne
Reiseliteratur in Mittelalter und Renaissance

Düsseldorf, 1993.

  Caroline Bassnet
Constructing Cultures: the Politics of Travellers' Tales
in: Caroline Bassnet, Comparative Literature: A Critical Introduction

Oxford, 1993. 92-114.

Günter Berger/ Stephan Kohl (eds.)
Fremderfahrung in Texten des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit
Trier, 1993.

U. Bitterlee
Cultures in Conflict
Encounters Between Europe and non-European Cultures 1492 - 1800.

London, 1989.

James Clifford/ George Marcus (eds.)
Writing Culture
The Poetics and Politics of Ethnography

Berkeley, 1986.

Karl S. Guthke
Der Blick in die Fremde
Das Ich und das Andere in der Literatur

Tübingen, 2000.

Wolfgang Harms
Fremdes wahrnehmen - fremdes Wahrnehmen
Studien zur Geschichte der Wahrnehmung und zur Begegnung von Kulturen in Mittelalter und früher Neuzeit

Stuttgart, 1997.

Dietrich Harth (ed.)
Fiktion des Fremden
Erkundung kultureller Grenzen in Literatur und Publizistik

Frankfurt/M., 1994.

Dietrich Krusche/ Alois Wierlacher (eds.)
Literatur und Fremde
Zur Hermeneutik kulturräumlicher Distanz
München, 1990.

Claude Lévi-Strauss
Tristes Tropiques
Paris, 1955.

Regina Pleithner (ed.)
Reisen des Barock. Selbst- und Fremderfahrungen und ihre Darstellung
Bonn, 1991.

Mary Louise Pratt
Imperial Eyes
Travel Writing and Transculturation

London, 1992

Edward Said
Orientalism
London, 1978.

Ortfried Schäffter (ed.)
Das Fremde: Erfahrungsmöglichkeiten zwischen Faszination und Bedrohung
Opladen, 1991.

Tzvetan Todorov
Die Entdeckung Amerikas
Das Problem des Anderen. (La Conquête de l'Amérique)

Frankfurt/M., 1985.

Tzvetan Todorov
On Human Diversity: Nationalism, Racism, and Exotism in French Thought
(Nous et les Autres.)

Cambridge/Mass., 1993.

 
Links
 
 
Literatur
Studies in Travel Writing
http://human.ntu.ac.uk/stw/default.html

 

Issue One

1997

edited by Peter Hulme

featuring papers from the Essex Symposium on Travel Writing

  • Mary Baine
    Campbell on Renaissance Voyage Literature and Ethnographic Pleasure
  • Neil Whitehead
    on Ralegh's Discoverie of Guiana
  • Gesa Mackenthun
    on interpretations of the Spanish "conquest" of Mexico
  • Alasdair Pettinger
    on the United States, Haiti, and the "negro problem" in the early twentieth century
  • Michael Harbsmeier
    on the social history of travellers' tales
  • Ted Benton
    on Alfred Russel Wallace in Borneo
  • Tim Youngs
    on Women's Travel Writing
  • Jerry Phillips
    on Edmund White in Gay America
  • Jim Philip
    on Rushdie and Chatwin

Issue Two

1998

  • Elizabeth Hagglund
    "Reviews of Travel in the Monthly Review, 1749-1758: An Introductory Survey" - with an Appendix of books listed.
  • Tim Fulford
    "Heroic Voyagers and Superstitious Natives: Robert Southey's Imperialist Ideology"
  • Jill Steward
    on The 'Travel Romance' and the Emergence of the Female Tourist
  • James Buzard
    "Culture for Export: Tourism and Autoethnography in Postwar Britain"
  • Peter Bishop
    "Driving around: the unsettling of Australia"
  • R. J. Ellis
    "'Big John Drunk in Mexico': Jack Kerouac's Failed Traveller in Tristessa"
  • R. C. Bridges
    an historian's response to recent work on (East African) explorers' texts
  • David Henige
    on "Travelling from the Truth": literary and historical approaches to travel writing.
  • Philip Holden
    Work in Progress: "Dissonant Voices: Straits Chinese Appropriation of Colonial Travel Writing"

Short Reviews

Christophe Bode (ed), West Meets East (Indira Ghose); Jim MacLaughlin, Travellers and Ireland (Glenn Hooper); Susannah Clapp, With Chatwin (Tim Youngs)

Issue Three: 1999

Britain Explored: Britons Exploring

edited by Susan Bassnett and Tim Youngs

  • Susan Bassnett
    "Preface"
  • Susan Bassnett
    "Travel Writing within British Studies"
  • Geoffrey Moorhouse
    "The Inward Journey, The Outward Passage: A Literary Balancing Act"
  • Jurgen Schlaeger
    "Parallel Explorations"
  • Robert Mayhew
    "The Denominational Politics of Travel Writing: The Case of Tory Anglicans in the 1770s"
  • Alice Hiller
    "The Perverse Tourism of Captain Basil Hall"
  • Hisaaki Yamanouchi
    "The Spleen of London 1900-1902: A Japanese Writer's Encounter with Late Victorian English Culture"
  • Sadik Rddad
    "Agency Relocated: Hybridity and Resistance in Some British Travel Accounts on Morocco"
  • John Hatcher
    "Lonely Planet, Crowded World: Alex Garland's The Beach"
  • Susan Bassnett
    "Interview with Colin Thubron"
  • Pia Sillanpaa Work-in-Progress
    "Turning Their Steps to Some Fresh and Less-Frequented Field": Victorian and Edwardian Sporting Gentlemen in Mid-Scandinavia

Short Reviews

Casey Blanton, Travel Writing; Patrick Holland and Graham Huggan, Tourists with Typewriters (Alasdair Pettinger); Robert Hughes, Barcelona (Arthur Terry); Gesa Mackenthun, Metaphors of Dispossession (David Murray); Clara Vyvyan, The Ladies, the Twich'in, and the Rat (M Susan Birkwood); Kerin Hansson (ed), Journeys, Myths and the Age of Travel (Stephen Donovan); Deirdre Coleman (ed), Maiden Voyages and Infant Colonies (Elizabeth Hagglund); Katherine Govier (ed), Without a Guide (Sara Mills); Tim Fulford and Peter J Kitson (eds), Romanticism and Colonialism (Anthony Lake).

Issue Four: 2000

 

  • Jess Edwards
    "'Nature in Defect': Yielding Landscapes in Early Modern Discourses of Enclosure and Colonisation"
  • Robert Woods Sayre
    "Encounters with the 'Other': Three Eighteenth-Century, Anglo-American Travellers in Indian Territory"
  • Tamara M Teale
    "Beyond Purity and Pollution: D.H. Lawrence on the Edge of Taos"
  • Jan Borm
    "In-Betweeners? - On the Travel Book and Ethnographies"
  • Steve Clark
    "'Bang at its Moral Centre': Ideologies of Genre In Butor, Fussell, and Raban"
  • Charles Forsdick
    "Viator in Fabula: Jean-Didier Urbain and the Cultures of Travel in Contemporary France"
  • Jean-Didier Urbain
    "I travel, therefore I am: The 'Nomad Mind' and the Spirit of Travel". Translated by Charles Forsdick
  • Rachel Holmes
    "Reading Route Maps In United States Road Trip Books"
  • Peter Hulme Review-Essay
    "Travel and Travel Writing: Some Recent Collections of Essays"

Short Reviews

Paul Baepler (ed), White Slaves, African Masters (Celeste-Marie Bernier); Alasdair Pettinger (ed), Always Elsewhere (Gesa Mackenthun); Chloe Chard, Pleasure and Guilt on the Grand Tour (James Buzard); Andrew Taylor, God's Fugitive (Stan Smith); Vesna Goldsworthy, Inventing Ruritania (Nikolai Jeffs); Steve Clark (ed), Travel Writing and Empire (Kate Teltscher); Nicholas Shakespeare, Chatwin - Winding Paths: Photographs by Bruce Chatwin (Kerry Featherstone); Rebecca Solnit, A Book of Migrations (Michael Cronin); Ian Frazier, On the Rez (Susan Forsyth); Denis Cosgrove (ed), MAPPINGS (Alexander Moore).

 
Kontakt & weitere Informationen

 

 


AGIR > Lesen