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Martin Guntau (Hg.)

Mecklenburger im Ausland

Historische Skizzen zum Leben und Wirken von Mecklenburgern in ihrer Heimat und in der Ferne

Bremen: Ed. 2001. Fester Einband mit Fadenheftung 17 x 24 cm: 252 Seiten, 165 Textabb., 20,9 €

 

In gewisser Weise verlegt Temmen hier das Gegenstück zu obigem Werk (Guntau/Neuseeland). Während dort untersucht wird, wer warum nach Neuseeland kam, finden sich hier Biographien von 30 Persönlichkeiten, die es aus verschiedensten Gründen in die Fernen zog.

Das waren nicht immer Reisende und nicht immer stand das Reisen im Vordergrund. Doch oft bewirkten erst Not und Zwang den Aufrbruch und reisend entfalteten sich die Talente der Ge- und Vertriebenen zu ihrem Nutzen: 1633 bricht Johann Albrecht von Mandelslo ins »Morgenland« auf; Carl Friedrich Behrens betritt als erster Europäer die Osterinsel; Joachim Nikolaus von Dessin gründet die erste südafrikanische Bibliothek; Helmuth von Moltke reist vier Jahre als Militärberater durch das Osmanische Reich; Heinrich Schliemann gräbt nach Troja; Elisabeth Krämer-Bannow malt, forscht und reist; Hans Paasche schreibt die »Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschlands« …

Die Leidenschaft des Reisens führte sehr unterschiedliche Menschen in die Ferne und der thematische Rahmen (Mecklenburg und die weite Welt) scheint fast aus den Nähten zu platzen, so viele Beispiele von Reisenden finden sich. Viele Unbekannte sind dabei, denen so auch ein Denkmal gesetzt wird. Unklar bleibt, was die Autoren zu ihren Beiträgen motiviert und befähigt hat, von ihnen erfährt man außer dem Namen wenig, Quellen werden nur kursorisch genannt. - NL

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