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Hans-Jürgen Heinrichs

Die fremde Welt, das bin ich

Leo Frobenius: Ethnologe, Forschungsreisender, Abenteurer

1. Auflage (=Edition Trickster), Wuppertal: Hammer 1998. 12,5x20,5cm: 262 S., 59 Abb. 38 DM.

Die erste Biographie des umstrittensten und berühmtesten deutschen Völkerkundlers legt ein Autor vor, der seine Kompetenz bereits bei Werken über die Ethnologen Leiris, Hubert Fichte, Lacan und Lévi-Strauss bewiesen hat. Der Schriftsteller und Kulturanthropologe Heinrichs geht jedoch über eine Biographie hinaus.Frobenius war ein Außenseiter mit »anderen« Vorstellungen. Die vn ihm geprägten Begriffe und Theorien standen in krassem Gegensatz zur Völkerkunde seiner Zeit. In dem von Heinrichs entworfenen Bild ordnen sich fachliche und persönliche Verhältnisse von Frobenius zu seinen Kollegen vor dem Hintergrund zeittypischer Denkmuster und -moden.

Titel und Untertitel treffen ins Schwarze – wer sich davon angesprochen fühlt, sollte sich das Buch kaufen. Doch die Ansprüche an den Leser sind hoch; auch ein Fremdwörterlexikon hilft nicht immer. NL

Fremdes verstehen (=Sympathie Magazin Bd. 28), Ammerland: Studienkreis für Tourismus und Entwicklung 1994. 15x21: 51 S., Abb., 6 DM, Bezug siehe Trotter 91.

Die Aspekte des Fremden hat das Sympathie-Magazin in bekannt anschaulicher Weise aufgegriffen und dargestellt, von Karl Valentin über türkische Müllmänner bis zu den zehn kleinen Negerlein. Eine wunderbare Ergänzung zu dem besprochenen Frobenius-Band. NL

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